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Hoffen auf Öffnung: Münster beantragt Modellversuch

Erst testen, dann einkaufen: Münster möchte NRW-Modellstadt zur Öffnung von Geschäften und Gastronomie werden. Die Stadt hat den Antrag jetzt nach Düsseldorf geschickt. Die Entscheidung, welche Modellregionen in NRW Realität werden, könnte aber schon gefallen sein.

Veröffentlicht: Freitag, 26.03.2021 08:40

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Erst testen - dann einkaufen. Wer einen negativen Corona-Schnelltest vorlegt, könnte Zugang zu Geschäften, Kultureinrichtungen und Zoo bekommen oder auch gastronomische Angebote nutzen. Trotz der aktuell angespannten Corona-Lage können sich Oberbürgermeister Markus Lewe und Corona-Krisenstabsleiter Wolfgang Heuer ein solches Modellprojekt vorstellen.

Das Land LRW möchte das in einer handvoll Städte ermöglichen. Münster möchte dabei sein. Für das Konzept müssten aber einige Voraussetzungen erfüllt sein. Erstens: Ein konsequentes Testsystem, möglicherweise mit Ausstellung eines Tagestickets nach Tübinger Vorbild. Und zweitens: Eine funktionierende digitale Kontaktverfolgung mit Anbindung an das Gesundheitsamt.

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Rennen könnte schon gelaufen sein

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Laut einem Medienbericht des Kölner Stadtanzeigers am Freitagmorgen sollen der Kreis Warendorf, Aachen, Winterberg und Köln als Pilotprojekte anlaufen. Das berichtet der Kölner Stadtanzeiger unter Berufung auf Informationen aus Regierungskreisen. Die Stadt Münster sowie die Kreise Steinfurt und Coesfeld sollen demnach offenbar keine Modellregionen werden. Eine offizielle Bestätigung dafür gibt es aber noch nicht

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Modellstadt nach Tübinger und Rostocker Vorbild?

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ANTENNE MÜNSTER-Chefreporter Matthias Menne wirft mal einen Blick nach Tübingen und Rostock, wo Öffnungen mit Schnelltests und Kontaktnachverfolgungen schon Realität sind. Ob bei uns in der Stadt der Modellversuch umgesetzt wird, dazu wird das Land NRW voraussichtlich erst nach Ostern eine Entscheidung treffen.

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Matthias Menne / Christoph HausdorfModellstadt nach Tübinger und Rostocker Vorbild?
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"Inzidenz allein reicht nicht mehr für die kommenden Monate"

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Nach dem Beschluss, dass NRW am kommenden Montag wieder in den Lockdown geht, äußert sich nun Krisenstabsleiter Wolfgang Heuer im ANTENNE MÜNSTER-Interview am Mittwoch zu den Beschlüssen. Das Modellprojekt, das in Entwürfen schon vorliegt, sieht Lockerungen für Münster vor - mit ausgefeilten Hygienekonzepten. Inwieweit dies nun in unserer Stadt umgesetzt werden kann, muss abgewartet werden, so Heuer.

Ich hoffe darauf, dass das, was in Berlin beschlossen wurde, auch in Nordrhein-Westfalen kommen kann: Nämlich Modellprojekte durchzuführen, die faktisch Sonderwege darstellen. Voraussetzung dafür ist natürlich, dass die Inzidenzwerte (in der Region) nicht durch die Decke gehen. Wir werden dem Land NRW ein Papier vorlegen, indem drinstehen wird, was unser Ziel ist - einen Entwurf haben wir schon. Ich vermute, dass wir die Corona-Schutzverordnung die heute, spätestens hoffentlich morgen dann bekannt gegeben wird, erst abwarten müssen. Dann werden wir, so schnell es geht, mit dem Land Kontakt aufnehmen und das Papier vorlegen.
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Wolfgang Heuer / Christoph HausdorfModellprojekt für Münster realistisch
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Krisenstab Wirtschaft begrüßt Modellversuch

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Der Krisenstab Wirtschaft der Stadt Münster begrüßt die Idee, vorsichtige Öffnungen im Modellversuch in unserer Stadt umzusetzen. Christine Zeller, Kämmerin der Stadt Münster und Vorsitzende des Krisenstabs Wirtschaft:

Die Münsteraner:innen haben mit ihrer Disziplin dazu beigetragen, dass die Pandemie sich in dieser Stadt weniger dramatisch als in anderen Städten ausbreitet. Das rechtfertigt den Versuch, hier in sehr eng gesteckten Grenzen wieder vorsichtige Spielräume für den Handel und die Gastronomie auszutesten. Wir stellen die Gefahren der Pandemie nicht in Frage und verstehen auch die Notwendigkeit von fortgesetzten Kontaktbeschränkungen. Trotzdem ist es richtig, auch auf die vergleichsweise gute Entwicklung in Münster zu reagieren. Die Menschen und auch die Wirtschaft brauchen irgendwann auch einmal wieder positive Signale.
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Finanzierung unklar

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Wie viele zusätzliche Teststationen es in Münster für ein Modelprojekt geben müsste, ist allerdings genauso offen wie deren Finanzierung. Zunächst bleibt aber abzuwarten, ob in der neuen Corona-Schutzverordnung solche Modellversuche genehmigt werden.

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