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Hinrunden-Bilanz: Preußen kann mehr
© ANTENNE MÜNSTER
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Hinrunden-Bilanz: Preußen kann mehr

Die Drittliga-Hinrunde ist für den SCP vorbei – die Bilanz: Münster ist weit weg vom Abstiegskampf, könnte aber ein Spitzenteam der Liga sein.

Veröffentlicht: Samstag, 16.12.2023 22:15

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Sechs Siege, sieben Unentschieden, sechs Niederlagen: Die Hinrunden-Bilanz des Fußball-Drittligisten Preußen Münster ist ausgeglichen. Als Aufsteiger eine bemerkenswert solide Bilanz. Doch die Fans wissen: Die Preußen könnten in der Tabelle deutlich besser dastehen! Bei den sogenannten „expected points“, also den zu erwartenden Punkten anhand der Torchancen, die sich die Drittliga-Teams erarbeiten, gehört Münster zu den Spitzenmannschaften der Liga und könnte unter Umständen sogar um den Zweitliga-Aufstieg mitspielen. Dass das nicht der Fall ist, liegt unter anderem an der Chancenverwertung.

Nichtsdestotrotz: Preußen Münster hat in dieser Hinrunde nicht nur sein Drittliga-Potenzial unterstrichen, sondern auch gezeigt, dass der Verein nicht in die Regionalliga gehört: Die Spiele mit Preußen Münster-Beteiligung waren immer wieder spektakulär und bereiteten Fans ansehnliche Fußball-Unterhaltung! Vor allem zuhause waren die Preußen eine Macht, gegen Waldhof Mannheim setzte es Anfang September die einzige Heim-Niederlage. Auswärts läuft es dagegen noch nicht so rund: Bereits fünf Pleiten gab es in der Fremde, wie bei den Rivalen Essen oder Bielefeld.

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Acht Punkte Puffer nach unten – acht Punkte Rückstand nach oben

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Unter dem Strich bedeutet das: Der Vorsprung des SC Preußen Münster auf die Abstiegsplätze liegt bei acht Punkten – beachtlich im Hinblick darauf, dass Münster erst im Sommer aus der Regionalliga in die 3. Liga aufgestiegen ist. Aber: Auch nach oben beträgt der Abstand auf den dritten Platz, der das Relegationsduell um den Zweitliga-Aufstieg bedeuten würde, acht Punkte. Wenn am Mittwochabend (20. Dezember, 19 Uhr) also der Rückrunden-Auftakt gegen die zweite Mannschaft von Borussia Dortmund ansteht, gilt es, die Weichen zu stellen, um die Hinrunde durch eine passable Rückrunde zu veredeln.

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Preußen-Trainer Sascha Hildmann stellt Rekord auf

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Die Erfolgsgeschichte des Preußen-Trainers Sascha Hildmann ging in der Hinrunde indes weiter: In elf Tagen – am 27.12.2023 – ist es genau vier Jahre her, als der Verein ihn als neuen Preußen-Trainer ankündigte. Seitdem stand er als Preußen-Trainer in 165 Spielen an der Seitenlinie. Das Fußball-Portal "transfermarkt.de" im Internet zeigt: Das hat – ununterbrochen – vor ihm noch kein anderer Preußen-Trainer geschafft. Damit hat er Münsters einstigen Bundesliga-Trainer Richard Schneider überholt: Er war damals 161 Spiele am Stück Preußen-Trainer (1961 – 1966) und exakt fünf Jahre lang im Amt – bis heute die längste Amtszeit eines Preußentrainers.

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Hinrunden-Bilanz: Preußen kann mehr
© SC Preußen Münster
Am 27.12.2019 kündigte Preußen Münster Sascha Hildmann als neuen Trainer an. Wenige Tage später wurde er offiziell vorgestellt.
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Viele Preußen-Fans in Münster sehen aktuell aber keinen Anlass für den Zweifel daran, dass Sascha Hildmann in gut einem Jahr nicht kurz davorstehen könnte, Richard Schneider auch in dieser Disziplin vom Thron zu stoßen. Denn: Mit 2,01 Punkten pro Spiel zählt Sascha Hildmann auch zu den erfolgreichsten Preußen-Trainern überhaupt. In der dritten Liga knüpfte er in diesem Jahr an seine Quote von vor dem Abstieg im Sommer 2020 an: Damals holte er mit Münster in 18 Drittliga-Spielen sechs Siege, sechs Unentschieden und sechs Niederlagen – also eine ebenso ausgeglichene Bilanz wie in der an diesem Wochenende abgelaufenen Drittliga-Hinrunde.

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Ausblick auf die Rückrunde

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Was ist möglich für den SC Preußen Münster in der Drittliga-Rückrunde? Die Mannschaft wirkt harmonisch und eingespielt. Sie funktioniert nicht nur, sie weiß auch immer wieder zu begeistern. Dass in der Rückrunde ein Absturz drohen könnte, dafür gibt es wahrlich keinen Anlass zur Sorge. Stattdessen ist angesichts der stabilen und überzeugenden Leistungen davon auszugehen, dass den Preußen in dieser Drittliga-Comebacksaison ein souveräner Klassenerhalt gelingt. Ein Platz im Tabellenmittelfeld liegt für viele Beteiligte im Rahmen des Denkbaren. Und wer weiß: Vielleicht ist ja in der Tabelle doch noch der Blick nach oben erlaubt, wenn die Offensive doch nochmal die ein oder andere Torchance mehr nutzt und in der Rückrunde ab Mittwoch vielleicht noch die ein oder andere Siegesserie gelingt … 

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