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Harsche Kritik an Abschiebung in Münster
© ANTENNE MÜNSTER
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Harsche Kritik an Abschiebung in Münster

Am Dienstag (25.06.) ist ein 34-jähriger Serbe aus Münster abgeschoben worden. Seit fast vier Jahren hat er in Münster gelebt und einen Ausbildungsplatz bei einem Friseur in Mecklenbeck sicher.

Veröffentlicht: Donnerstag, 04.07.2019 13:45

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Als der Serbe seine Duldung bei der Ausländerbehörde verlängern wollte, wurde er vor Ort festgenommen und umgehend zum Flughafen nach Düsseldorf gebracht. Benedikt Kern vom Bündnis gegen Abschiebung Münster (2.v.r.) betont im ANTENNE MÜNSTER-Interview, dass sich der humane Umgang der Behörde verändert hätte:

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Benedikt Kern über die Abschiebepraxis in Münster
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"In diesem Fall wären auf jeden Fall Spielräume offen gewesen, weil die Ausbildung als Perspektive bestanden hat. Das hat die Ausländerbehörde nicht genutzt und das sehen wir als einen massiven Skandal an."
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Der 34-Jährige hätte ab August eine Ausbildungsduldung bekommen können und so die Möglichkeit gehabt für die nächsten drei Jahre in Münster zu bleiben, meint Kern.

Die Stadt Münster äußert sich zu der Situation und teilte mit, dass die Ausländerbehörde die gesetzlichen Vorgaben beachten musste. Die Stadt hätte keine Ausbildungsduldung ausstellen können, da bereits "Maßnahmen zur Beendigung des Aufenhalts" eingeführt wurden. Genau das kritisiert Kern weiter:

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"Die Behörde kann humanitär entscheiden oder sie kann sich einfach nur stumpf an Paragraphen halten und an dieser Stelle hat man sich eben für den Paragraph entschieden und nicht für die Lebensperspektive des Betroffenen."
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Der 34-Jährige war in einer Beziehung mit einer alleinerziehenden Mutter aus Münster (3.v.l.).

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Unser Bild zeigt (v.l.n.r.): Deler Saber (Integrationsrat), Dr. Georgios Tsakalidis (Integrationsrat), Georgina Klass, Dr. Ömer Lütfü Yavuz (Vorsitzender Integrationsrat), Benedikt Kern (Bündnis gegen Abschiebungen Münster/Institut für Theologie und Politik), Ferdi Pendovski (Freund des Betroffenen)

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