
Grundschulen geöffnet: So lief der Start mit Corona-Maßnahmen
In Münster und ganz NRW durften heute (7. Mai) wieder die ersten Schülerinnern und Schüler in die Grundschulen gehen. Den Anfang machten die Viertklässler. So lief der erste Morgen mit den Corona-Maßnahmen.
Veröffentlicht: Dienstag, 05.05.2020 22:41
Münsters Grundschüler dürfen heute nach Wochen ohne Schule in ihre Klassenzimmer zurückkehren. Allerdings ist der Alltag für die Schüler anders als gewohnt: In Absprache mit der Schulaufsicht haben sich die Münsteraner Grundschulen darauf geeinigt, dass zunächst vier Stunden pro Tag unterrichtet wird. Die Fächer stehen mit Deutsch, Mathematik, Sachunterricht und Englisch bereits fest. Es handelt sich dabei um Kern-Fächer. Andere Fächer wie Musik und Kunst werden zunächst ausgespart.
So lief der Morgen an der Paul-Gerhardt-Schule
In der Paul-Gerhardt-Schule in Hiltrup hatten sich die Verantwortlichen in den vergangenen Tagen und Wochen mit einer Vielzahl an Vorkehrungen für den Infektionsschutz gegen das Coronavirus vorbereitet, damit die Wiederaufnahme des Schulbetriebs so reibungslos und sicher wie möglich verläuft. Die Klassen der Viertklässler wurden halbiert und auf zwei Lerngruppen aufgeteilt, damit in den Räumen ein Abstand von 1,5 Meter gehalten werden kann. Jede Lerngruppe besteht so aus maximal 14 Schülern.
Die Lerngruppen kommen zeitversetzt in die Schule und werden zu unterschiedlichen Zeiten unterrichtet. ANTENNE MÜNSTER-Reporter Jonas Menke war heute Morgen vor Ort: Nach einem gemeinsamen Treffen auf dem Schulhof mit ihrer Lehrkraft ging es für die Lerngruppen vor dem Unterricht zum Händewaschen - mit genügend Abstand in den Warteschlangen. Außerdem sind alle Kinder und Lehrerinnen und Lehrer außerhalb des Klassenraums mit einem Mund- und Nasenschutz ausgestattet. In den Gebäuden wurden zudem zahlreiche Abstandsmarkierungen und Weg-Pfeile auf dem Boden angebracht, die dafür sorgen sollen, dass die Schülerinnen und Schüler bestimmte Routen gehen, um anderen Gruppen aus dem Weg zu gehen.
Nach dem gemeinsamen Händewaschen ging es dann in die Klassenräume: Die Räume wurden entsprechend umgestaltet und die Einzeltische den Schülerinnen und Schülern bereits im Vorhinein zugewiesen. Die Lehrerinnen und Lehrern haben ihren Schülern heute Morgen in die wichtigsten Hygieneregeln eingewiesen. So darf zum Beispiel nur jeweils ein Schüler aufstehen, um sich Material an seinen Arbeitsplatz zu holen.
Auf dem Pausenhof sind den einzelnen Lerngruppen spezielle Areale zugewiesen, damit die einzelnen Klassen so wenig wie möglich in Kontakt kommen. Gespielt wird auf Abstand mit Schutzmasken. Über die Nutzung von Klettergerüsten muss erst noch beraten werden.
Schulleiterin zufrieden
Die Schulleiterin Astrid Bühl ist sehr zufrieden mit dem Ablauf und dem Verhalten der Kinder. Die anfängliche Nervosität der Schüler hatte sich im Laufe des Vormittags gelegt. "Ein dickes Dankeschön an die Eltern, die unsere Vorab-Informationen super umgesetzt haben und dazu beigetragen haben, dass dieser Schulstart gut gelungen ist", sagt sie.
Kommende Woche sollen dann auch die unteren Jahrgangsstufen wieder in den Schulbetrieb einsteigen. Vom Land ist dabei ein rollierendes Modell geplant, bei dem jede Jahrgangsstufe wöchentlich einen Präsenztag in der Schule besitzt. Der Rest soll weiter in Form von Homeschooling zu Hause stattfinden.



