Große Bombenentschärfung in Münster

Münster muss sich auf die vermutlich größte Bombenentschärfung der Stadtgeschichte vorbereiten. Im September müssen 14.000 Menschen im Stadtteil Mauritz ihre Wohnungen räumen.

© Stadt Münster

Wegen sechs möglicher Blindgänger plant die Stadt Münster im September eine Großevakuierung. Mindestens 14.000 Menschen im Stadtteil Mauritz müssen dann für einen Tag ihre Wohnungen verlassen. Auch das Franziskus-Hospital muss teilweise geräumt werden. Die Großevakuierung soll an einem Sonntag voraussichtlich im September stattfinden. Kampfmittel-Experten haben auf drei Baustellen in Mauritz die insgesamt sechs Verdachtspunkte ausgemacht. Die sollen nun allesamt in einer konzertierten Aktion überprüft werden.

Nicht nur das Franziskus muss evakuiert werden, auch die Altenheime Klarastift, Maria Trost und das Mutterhaus der Franziskanerinnen.

Die Stadt Münster hat für die Planung der Groß-Aktivierung einen Krisenstab gegründet. Unter der Leitung von Ordnungsdezernent Wolfgang Heuer, der auch schon Chef im Corona-Krisenstab ist.

Informationen über die Blindgänger

Bei den vermuteten Kampfmitteln handelt es sich wahrscheinlich um Weltkriegsbomben der 250- und der 500-Kilogramm-Klasse. Bei der Freilegung von Kampfmitteln dieser Größenordnung schreiben Experten die Evakuierung eines Umkreises von 500 Metern um den Fundort vor. Entsprechend groß wird das zu evakuierende Gebiet, wenn gleich sechs dieser vermuteten Fundorte auf einmal freigelegt werden sollen. "Die sechs Verdachtsfälle liegen alle räumlich nah beieinander im Stadtteil Mauritz.. Deshalb haben wir uns dafür entschieden, alle sechs Punkte möglichst am selben Tag abzuklären", so Heuer, "mit diesem Vorgehen können wir wahrscheinlich vermeiden, dass in dem Bereich gleich mehrfach evakuiert werden muss." Schwerpunkt der Evakuierungsmaßnahmen wird der westliche Teil des Stadtteils Mauritz sein. Die betroffenen Münsteranerinnen und Münsteraner werden in den kommenden Wochen auf unterschiedlichen Kanälen fortlaufend informiert.

Morgenmoderatorin Miriam Gerding hat mit Chefredakteur Stefan Nottmeier in der ANTENNE MÜNSTER-Morningshow darüber gesprochen. Hier noch mal zum Nachhören:

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