Für zehn Euro im Supermarkt: Corona-Selbsttests

Nasen- oder Rachenabstrich, Spuck- oder Gurgeltest: Die Corona-Selbsttests sollen in einigen Tagen in Apotheken, Drogerien und Supermärkten erhältlich sein. Kosten: rund zehn Euro.

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Wie das Bundesinstitut für Arzneimittel mitgeteilt hat, wurden am 24. Februar Sonderzulassungen für zunächst drei Produkte erteilt. Die Selbst-Proben werden durch einen Abstrich im vorderen Nasenbereich genommen. Nach Angaben des Instituts kann dies durch Laien sicher ausgeführt werden. Die Probe gilt allerdings als nicht ganz so zuverlässig wie ein klassischer PCR-Test. Ein einzelner Test wird voraussichtlich zwischen acht und zwölf Euro kosten. Die Zulassungen weiterer Selbsttests wird in den nächsten Tagen erwartet. Dabei gibt es verschiedene weitere Varianten. Man kann mit einem Wattestäbchen den Rachenraum abstreichen. Und es gibt den Spuck- bzw. Gurgeltest. Das Sekret kommt dann auf einen Teststreifen, der nach 15-30 Minuten das Ergebnis anzeigt.

Wie sinnvoll sind Selbsttests?

Selbsttests sind - wie auch die schon eingeführten Schnelltests - nicht so genau wie ein PCR-Test, der im Labor ausgewertet wird. Sie seien dann genau, wenn die Viruslast bei der Testperson besonders hoch ist, sagt etwa der Virologe Jonas Schmidt-Chanasit. Gut daran sei, dass durch die Selbsttests sehr schnell Menschen identifiziert werden, die andere anstecken könnten. Die Selbsttests bringen vor allem etwas, wenn man Gruppen regelmäßig testen muss, also etwas in Firmen. Vielleicht werden solche Tests auch später bei Restaurant- oder Konzertbesuchen eingesetzt. Wichtig: Wer ein positives Selbsttest-Ergebnis hat, sollte auf jeden Fall noch einen PCR-Test beim Arzt machen lassen.

Mehr zu den Selbsttests und deren Gebrauch erklärt der Leiter der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe, Dr. Hendrik Oen, im ANTENNE MÜNSTER-Interview.

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