Friseursalons gut vorbereitet: Haare schneiden mit Auflagen

Wir halten alle Hygienestandards ein, sagt Andreas Steinke, Geschäftsführer von Junge Köpfe und Cabelo, im ANTENNE MÜNSTER-Interview mit Morgenmoderator Christoph Hausdorf.

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Andreas Steinke zeigt sich zuversichtlich, dass der Arbeitsbetrieb mit den geltenden Vorkehrungen wieder hochgefahren werden kann. Bereits in den Wochen vor dem Lockdown hätten in seinem Betrieb ähnliche Maßnahmen gegriffen. "Wenn wir alle mit Bedacht zu Werke gehen, dann kriegen wir das auch in den Griff", sagt er.

Wer einen Besuch beim Friseur plant, muss allerdings schon jetzt wieder geduldig sein: "Zwei Wochen lang sind wir mehr oder weniger ausgebucht", sagt Steinke.

Das ganze Interview gibt es hier zum Nachhören:

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Und wie war der erste Tag? Dazu nochmal Andeas Steinke, im Gespräch mit ANTENNE MÜNSTER-Nachmittagsmoderator Matthias Kamps:


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Welche Auflagen gelten für Friseure?

Zu den verpflichtenden Maßnahmen zählen unter anderem das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes für Friseure und Kunden, heißt es in dem Arbeitsschutzstandard der zuständigen Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege.

Demnach sind Dienstleistungen wie Wimpernfärben, Rasieren oder Bartpflege vorerst nicht erlaubt. Weiterhin soll in den Betrieben ein ausreichender Abstand zwischen den Menschen sichergestellt werden - etwa indem man die Anzahl der Arbeitsplätze begrenzt.

Der Zentralverband des Deutschen Friseurhandwerks ist von der Wirkung des neuen Standards überzeugt: «Wir sind sicher, dass der neue Arbeitsschutzstandard sichere Friseurdienstleistungen in der Pandemie garantiert», sagte Jörg Müller, Hauptgeschäftsführer des Verbands. Indem zum Beispiel das Waschen der Haare jedes Kunden vorgeschrieben wird, sollen mögliche Viren dort abgetötet werden.

Dass Kunden ihre Kontaktdaten bei den Friseursalons hinterlassen sollen, ist laut Müller ebenso wichtig für die Sicherheit. So könnten Infektionsketten nachvollzogen werden. «Kunden können nur bedient werden, wenn sie mit der Dokumentation einverstanden sind», heißt es dazu in dem Arbeitsschutzstandard. Ob der Standard auch eingehalten wird, sollen laut Müller dann Ordnungsämter und die Berufsgenossenschaft kontrollieren.