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Friedensjahr wird mit Sternmarsch eröffnet
© ANTENNE MÜNSTER
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Friedensjahr wird mit Sternmarsch eröffnet

Mehr als 7.000 Schülerinnen und Schüler aus Münsters Schulen werden das Jubiläumsjahr „375 Jahre Westfälischer Frieden“ eröffnen. In einem Sternmarsch ziehen sie in die Stadt.

Veröffentlicht: Freitag, 28.04.2023 11:45

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Der Sternmarsch der Schülerinnen und Schüler endet am Freitag, 12. Mai, mit einer Kundgebung auf dem Domplatz. Rund 20 Schulen in Münster nehmen teil, zum Beispiel die Friedensschule und die Marienschule. Den gesamten Freitagvormittag müssen Autofahrer wegen der Demonstrationen mit Behinderungen rechnen, Straßen in die Innenstadt werden zeitweise gesperrt. Das Theater im Pumpenhaus hat die sogenannte Friedens-Bewegung gemeinsam mit den Teilnehmenden organisiert und vorbereitet.

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Friedenspunkte mit Mitmachaktionen

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Am Freitagnachmittag (12. Mai) laden zwei Orte alle Bürgerinnen und Bürger zu den "Friedens-Punkten" ein. Einer davon im Veranstaltungssaal der Bezirksregierung am Domplatz. Hier besteht bis 17 Uhr die Möglichkeit, sich bei Kaffee und Kaltgetränken mit dem Frieden zu beschäftigen. Dort gibt es kreative Mitmachaktionen für Groß und Klein. Zugleich ist der Friedens-Punkt die zentrale Anlaufstelle für Informationen rund um das Jubiläumsjahr. Zweiter zentraler Ort ist der Prinzipalmarkt. Hier stehen im Rahmen der Friedens-Begegnung bis circa 22.30 Uhr 193 Friedenshocker (entsprechend der Anzahl der Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen) im Design des Jubiläumsjahres bereit und laden zum Verweilen ein. Bürgerinnen und Bürger haben dort die Gelegenheit, Platz zu nehmen, mit anderen ins Gespräch zu kommen oder über das Thema Frieden zu diskutieren. Der Friedens-Punkt im Gebäude der Bezirksregierung ist auch am 13. Mai (Samstag) von 10 bis 14 Uhr geöffnet.

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Rudelsingen mit Friedensliedern

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Parallel zur Friedens-Begegnung findet von 20 bis 21 Uhr auf dem Domplatz das große Friedens-Singen mit David Rauterberg statt. Von der Bühne stimmt der Begründer des Rudelsingens in Münster bekannte und beliebte Friedenslieder an – alle Bürgerinnen und Bürger sind eingeladen, mitzusingen und ein musikalisches Zeichen für den Frieden zu setzen. Im Anschluss erklingen von 21.15 Uhr bis 22.15 Uhr auf dem Prinzipalmarkt Friedens-Klänge der besonderen Art: Die Stadt Münster überträgt live Orgelmusik aus der Lambertikirche auf den Prinzipalmarkt, die sich mit Trompetenmusik vom Sentenzbogen abwechselt. Dazu illuminiert die Stadt das Rathaus und vereinzelte Giebelhäuser mit Friedenssymbolen. Auch die Giebelhäuser auf dem Prinzipalmarkt sind für die Woche festlich mit den Münsterfahnen der Kaufleute geschmückt.

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Der Tag der Niederlande

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Weiter geht es mit dem Programm der Eröffnungswoche am 15. Mai (Montag), dem Tag der Niederlande. An diesem Datum ist es genau 375 Jahre her, dass die Verhandlungsparteien mit dem spanisch-niederländischen Friedensvertrag 1648 in Münster den ersten Teil des Westfälischen Friedens unterzeichneten. Aus diesem Grund organisiert das Zentrum für Niederlande-Studien (ZNS) der Universität Münster in Kooperation mit der Stadt Münster und der Universiteit Utrecht (Niederlande) einen Tag der deutsch-niederländischen Begegnungen. Höhepunkt ist die Ankunft des sogenannten Friedensfeuers um 14.30 Uhr vor dem historischen Rathaus, zu der alle Bürgerinnen und Bürger eingeladen sind. Die Niederlande begehen am 5. Mai traditionell den „Bevrijdingsdag“ anlässlich des Endes der deutschen Besatzung nach dem 2. Weltkrieg. In der Nacht vom 4. auf den 5. Mai wird ein Feuer entzündet, das von Läuferinnen und Läufern in den gesamten Niederlanden verteilt wird und diverse Befreiungsfestivals eröffnet. Als Zeichen der Völkerverständigung und des europäischen Zusammenhaltes kommt das Feuer im Rahmen des Jubiläumsjahres erstmals nach Deutschland und erreicht Münster über mehrere Stationen. Anlässlich des Tags der Niederlande ist der Eintritt in den Friedenssaal von 10 bis 16 Uhr kostenfrei.

Ebenfalls an diesem Tag organisiert das ZNS zwei Veranstaltungen. Unter dem Titel „Die Niederlande, Deutschland und Europa in Zeiten des abnehmenden Friedens. Begegnung – Dialoge. 1648 – 2023.“, findet ein Symposium statt, an dem untere anderem der deutsche Botschafter aus Den Haag, der niederländische Botschafter aus Berlin sowie internationale Historikerinnen und Historiker teilnehmen. Außerdem hält Jacco Pekelder, Direktor des ZNS und Professor für Neuere und Neueste Geschichte der Niederlande, seine Antrittsvorlesung unter dem Titel „Die Niederlande, Europa und die Macht in der Mitte: 1648 – 1848 – 2048“.

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Friedenstafel statt Hansemahl

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Das traditionelle münstersche Hansemahl wird im Jubiläumsjahr zur Friedens-Tafel und bildet am 20. Mai (Samstag) den Abschluss der Eröffnungswoche. An der Tafel servieren die Kaufleute der Innenstadt ihren Gästen von 12 bis 18 Uhr Schnittchen und Getränke.

Außerdem gibt es sieben kostenfreie Stadtführungen, die sich um 11.30 Uhr, 13.30 Uhr und 15 Uhr auf den Spuren des Westfälischen Friedens bewegen. Eine Anmeldung ist ab sofort in der Münster Information (Heinrich-Brüning-Straße 7) möglich, solange es freie Plätze gibt. Dort ist auch ein Flyer mit dem gesamten Programm der Eröffnungswoche erhältlich.

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Hier gibt es alle Informationen zum Programm des Jubiläumsjahres

Auf dem Titelfoto zu sehen (v.l.): Prof. Jacco Pekelder, Direktor Zentrum für Niederlande-Studien), Philipp Brockkötter (Leiter Friedensbüro), Till Wyler von Ballmoos (Leiter Theater im Pumpenhaus), Eva-Maria Jazdzejewski (Münster Marketing), Rolf Baumgart (Theater im Pumpenhaus), Bernadette Spinnen (Leiterin Münster Marketing), Sophia Kisfeld (Theater im Pumpenhaus) und Dr. Robert Zeidler (Vorstandsvertreter Sparkasse Münsterland Ost)


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