
FMO-Zukunftsstudie sorgt für Ärger im Rathaus
Der jüngste Beschluss zu einer Zukunftsstudie für den Flughafen Münster Osnabrück (FMO) sorgt für verhärtete Fronten im Rathaus - zwischen der CDU und dem neuen Bündnis im Stadtrat.
Veröffentlicht: Freitag, 19.02.2021 05:20
Die neue grün-rot-violette Mehrheit hatte eine Zukunftsstudie in Auftrag geben wollen und außerdem beschlossen, den FMO nach 2023 nicht mehr zu subventionieren. Das Bündnis hatte eine Beschlussvorlage um diese Punkte erweitert. Deswegen hat Oberbürgermeister Markus Lewe (CDU) diese Entscheidung aus dem Hauptausschuss beanstandet.
Weil damit neue Aspekte dazu kommen würden, sieht der Oberbürgermeister das "Recht auf gesetzeskonforme Einladung" verletzt. In der Diskussion zum Thema wurde der Ton umgehend schärfer: CDU-Ratsfraktionschef Stefan Weber wirft dem Bündnis ein Kirchturmdenken vor, und dass es Misstrauen und Zwietracht säen würde, Weber spricht von Selbstüberschätzung und fehlender Verantwortung.
Grüne: FMO-Studie ist nötig
Sylvia Rietenberg, die Vorsitzende der Grünen Ratsfraktion konterte mit dem Vorwurf, dass es zum FMO viel zu oft "Luftnummern, geschönte Prognosen und als Gutachten getarnte Gefälligkeitspapiere" gegeben habe. Um die Zukunft des Flughafens einschätzen zu können, müssten belastbare Fakten auf den Tisch. Am 17. März muss der Rat nun erneut über eine neue FMO-Studie beraten.