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"Falsche Polizisten" müssen in Haft
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"Falsche Polizisten" müssen in Haft

Das Landgericht hier in Münster hat zwei Männer verurteilt, die sich als Polizisten ausgegeben und drei Senioren um deren Ersparnisse gebracht haben.

Veröffentlicht: Dienstag, 16.08.2022 04:00

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Vor der 8. Großen Strafkammer standen zwei Münsteraner im Alter von 36 und 38 Jahren. Einer der beiden Angeklagten muss wegen gewerbs- und bandenmäßigen Betrugs für vier Jahre in Haft. Nach zwölf Monaten im Gefängnis soll er aber aufgrund seines Drogenkonsums in eine Entziehungsanstalt wechseln. Sein Komplize wurde wegen der Beihilfe zum Betrug zu einer Strafe von zwei Jahren und sechs Monaten verurteilt. Bis das Urteil rechtskräftig ist, darf der Mann die Untersuchungshaft verlassen. Es bestehe keine Fluchtgefahr bis zum Haftantritt, begründete das der Richter, immerhin sei der Angeklagte familiär und sozial fest verankert.

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Die Hintermänner sollen aus dem Ausland - vermutlich aus der Türkei - bei den Senioren angerufen und ihnen massive Straftaten in deren Umfeld vorgegaukelt haben. Die beiden Münsteraner sollen dann in die Wohnungen gekommen und Bargeld, Schmuck, EC- und Kreditkarten samt Pin sowie andere Wertgegenstände eingesammelt haben. Dabei hat der zu vier Jahren Verurteilte offenbar die führende Rolle übernommen. Er soll auch Kontakt zu den Hintermännern und den Zwischenhändlern gehalten haben. Der Großteil der Beute sei an diese unbekannten Personen gegangen. Der andere Angeklagte, erklärte der Richter, soll vornehmlich Beihilfe als Fahrer geleistet haben.

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