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Ex-Stadtmitarbeiter geben Betrug zu
© ANTENNE MÜNSTER
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Ex-Stadtmitarbeiter geben Betrug zu

Zwei ehemalige Mitarbeiter der Stadt Münster haben beim Prozessauftakt im Amtsgericht zugegeben, sich Gelder aus Parkautomaten selbst in die Tasche gesteckt zu haben. Über 350.000 Euro sollen sie dabei insgesamt veruntreut haben.

Veröffentlicht: Dienstag, 15.02.2022 16:15

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Im Amtsgericht am Schlossplatz haben die beiden ehemaligen Mitarbeiter der Stadt Münster heute ihre Taten gestanden. Die Staatsanwaltschaft wirft ihnen vor, in Dutzenden Fällen beim Leeren von Parkautomaten über 350.000 Euro erbeutet zu haben. Wie viel Geld sie tatsächlich unterschlagen haben - dazu konnten die Angeklagten keine Angaben machen. Stattdessen stand am Ende des Prozesstages heute die Stadt Münster im Fokus.

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Kontrollen des Tiefbauamtes weisen erhebliche Lücken auf

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Im Gespräch mit Verantwortlichen des Tiefbauamtes, die zuständig für die Parkautomaten sind, fielen während des Prozesses heute schlampige Kontrollen seitens der Stadt auf. Hätte das Tiefbauamt diese besser durchgeführt, wäre der Betrug der Angeklagten viel früher aufgefallen und nicht erst nach zwei Jahren. Zudem sind dem Gericht Ungenauigkeiten in der Schadensberechnung der Stadt aufgefallen - dadurch ist jetzt immer noch unklar, wie viel Geld tatsächlich aus den Parkautomaten entwendet wurde. Das Gericht will deshalb bis zum nächsten Prozesstag heute in einer Woche (22.02.) die Schadensberechnung nochmal prüfen lassen.

ANTENNE MÜNSTER-Reporter Chris Overmann war beim Prozessauftakt heute dabei und berichtete darüber bei ANTENNE MÜNSTER "Am Nachmittag" mit Luisa Meng:

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ANTENNE MÜNSTER-Moderatorin Luisa Meng
Angeklagte gestehen - Tiefbauamt im Fokus
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Geständnisse kurz nach Prozessbeginn

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Nach knapp sechs Stunden ist am Amtsgericht am Schlossplatz vorhin der Prozessauftakt gegen zwei ehemalige Mitarbeiter der Stadt Münster zu Ende gegangen. Beide haben direkt zu Beginn des Prozesses heute Vormittag zugegeben, sich Geld aus Parkautomaten, für die sie zuständig waren, in die eigene Tasche gesteckt zu haben. Allerdings ist nach dem ersten Prozesstag heute unklar, wie viel Geld sie tatsächlich unterschlagen haben. Genaue Angaben dazu können beide Beschuldigte nicht machen.

Die Aufgabe der beiden Männer war es, für die Stadt Parkautomaten und -uhren zu reparieren und das Geld daraus zu leeren. Dabei sollen sie aber nur einen Teil des Geldes aus den Parkautomaten tatsächlich auf das Konto der Stadt eingezahlt haben. Genau das haben sie vor Gericht zugegeben.

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Die Hintergründe zu den Taten

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Der ältere der beiden, der in Münster wohnt, ließ über seine Anwältin mitteilen, dass er die Taten sehr bereue. Er habe es unter anderem gemacht, um einem Familienmitglied in der Türkei einen Krankenhaus-Aufenthalt zu bezahlen. Der jüngere Angeklagte, ein Mann aus Düsseldorf, hat ausführlich die Fragen des Gerichts und der Staatsanwaltschaft beantwortet. Er gab an, vom Älteren unter Druck gesetzt worden zu sein, mitzumachen.

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Defekte Geldkassetten machten Betrug möglich

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Gelungen sei der Betrug, da es in der Stadt sechs defekte Geldkassetten in Parkautomaten gegeben habe. Die Angeklagten hätten der Stadt die defekten Geräte nicht gemeldet, wodurch sie lange unbemerkt an das Geld kamen.

ANTENNE MÜNSTER-Reporter Chris Overmann berichtete darüber heute live aus dem Amtsgericht:

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ANTENNE MÜNSTER-Reporter Chris Overmann
Ex-Stadtmitarbeiter gestehen (live aus dem Amtsgericht)
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