Erster Spatenstich für die Wersebrücke in Handorf

Die massiven Bögen der über 100 Jahre alten Wersebrücke müssen die Lasten des Verkehrs nicht mehr lange tragen: Mit dem feierlichen Ersten Spatenstich am Mittwoch (20.11.) haben NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst, Prof. Dr. Gero Marzahn, Ministerialrat im Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur, und Straßen.NRW-Direktorin Elfriede Sauerwein-Braksiek den Startschuss für Neubau der B51-Brücke in Handorf gegeben.

© Straßen.NRW

25.000 Fahrzeuge queren über die alte Bogenbrücke täglich die Werse. Eine Last, die das historische Bauwerk nicht mehr tragen kann. "Mit dem Neubau der Brücke schaffen wir erste Voraussetzungen, um die wichtige Verkehrsachse zwischen Münster und Rheda-Wiedenbrück fit für die Zukunft zu machen", sagte NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst beim Spatenstich. "Durch den Neubau der Brücke wird der Verkehr weiterhin uneingeschränkt auf der stark belasteten B51 fließen können", so Wüst.

Knapp 8,2 Millionen Euro investiert der Bund in den Neubau der Wersebrücke. Mit Blick auf den Wirtschaftsraum rund um Münster eine lohnende Investition. So wird dauerhaft die Verbindung von der B51/B64 zu den Autobahnen A1 und A43 gesichert.

Belastungen so gering wie möglich halten

Der Brückenneubau in Handorf soll den Verkehr so gering wie möglich belasten. Darum wird für die Bauzeit eine Behelfsbrücke errichtet, über die der Verkehr weiter fließen kann. Auch für Fußgänger und Radfahrer wird mit dem temporären Bauwerk ein sicherer Überweg über die Werse geschaffen. Erst wenn die Behelfsbrücke den Verkehr aufnehmen kann, wird mit dem Abbruch der alten Brücke begonnen.

Besondere Herausforderung für die Straßen.NRW-Ingenieure ist die parallel zur alten Wersebrücke verlaufende Bahnüberführung, deren Widerlager direkt an die der alten B51-Brücke angrenzen. Hier muss eine Stützkonstruktion geschaffen werden, um die Bahnbrücke zu sichern. "Alle Bauphasen erfordern ein gut abgestimmtes Verkehrskonzept, da wir die Bürgerinnen und Bürger so wenig wie möglich mit Sperrungen belasten wollen", betonte Straßen.NRW-Direktorin Elfriede Sauerwein-Braksiek, den hohen Stellenwert des Baustellenmanagements. So werden notwendige Sperrungen der B51 nur an Wochenende erfolgen. Nach anderthalb Jahren Bauzeit soll der Verkehr dann wieder störungsfrei fließen. Für den Radverkehr und für Fußgänger wird übrigens die sogenannte Kappe der Brücke breiter ausgeführt. So können diese Verkehrsteilnehmer sicher neben den beiden Fahrspuren die Werse queren.

Mehr Platz für den Fluss

Mit dem Brückenneubau werden für die Behelfsbrücke vorübergehend weitere Flächen beansprucht. Die ökologische Situation an der Brücke wird nach der Fertigstellung aber verbessert: Das neue Bauwerk kommt anders als die historische Bogenbrücke mit zwei Widerlagern aus, der Brückenpfeiler in der Werse entfällt. Der Raum unter der Brücke für die Werse und den dort verlaufenden Radweg vergrößert sich von 30 auf 35 Meter. Zusätzlich zur Verbesserung der ökologischen Situation direkt an der Brücke, investiert Straßen.NRW in Ausgleichsmaßnahmen. So wird auf einer Gesamtfläche von fast 10.000 Quadratmetern eine in der Nähe liegende Grünlandfläche künftig weniger intensiv genutzt, ein Kleingewässer angelegt und mit einer Waldrand ähnlichen Bepflanzung von der Straße abgegrenzt.

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