Ein Monat E-Scooter in Münster

Die Einführung eines neuen Verkehrsmittels kann anfangs Schwierigkeiten und Skepsis verursachen. Einen Monat nach der Zulassung der E-Scooter in Münster ziehen wir Bilanz. Inwiefern lohnt sich die Nutzung der elektrischen Tretroller in unserer Stadt?

Polizei meldet keine größeren Probleme

In Münster werden die E-Scooter bislang im Durchschnitt knapp 15 Minuten benutzt. Die durchschnittliche Strecke beträgt rund drei Kilometer, die Roller ersetzen insgesamt also keine klassischen Fußstrecken. Nach Auskunft der Polizei Münster hat es zwar bereits zwei Unfälle gegeben - ein Zusammenstoß auf Promenade und ein Autofahrer, der einen E-Scooter-Fahrer beim Abbiegen zu spät gesehen hatte. Insgesamt gebe es jedoch keine größeren Probleme oder Beschwerden. Die Stadt Münster arbeitet momentan an Regeln für die Nutzung der E-Tretroller auf der Promenade.

Erfahrungsbericht aus der Redaktion

Eines der wenigen Redaktionsmitglieder, das den E-Scooter im Alltag getestet hat, ist unser Chefredakteur Stefan Nottmeier. Seine persönliches Fazit:

"Es war spannend."

Nach ein paar Übungsrunden mit dem E-Scooter vor dem Stadthaus 2 ging es direkt durch den Ludgerikreisel und dann 25 Minuten lang bis zum Ziel. Er würde das Gefährt immer wieder nutzen, so unser Chef. Allerdings sei die Nutzung der Tretroller vor allem für Berufspendler, die regelmäßig auf einen E-Scooter angewiesen wären, auf Dauer relativ teuer - je nachdem, wie lang die Fahrt bis zur Arbeit dauert. Ein Euro kostet das Freischalten des Scooters. Bei Kosten von beispielsweise vier Euro für eine Strecke und einer Nutzung an 20 Tagen im Monat kommen schon 80 Euro zusammen. Ob sich die elektrischen Tretroller also auf Dauer in Münster durchsetzen können, wird sich noch zeigen.

Hier gibt es Stefans Erfahrungsbericht zum Nachhören:

© ANTENNE MÜNSTER

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