Ein Frühwarnsystem für den Aasee

Die Stadt Münster will bald ein Frühwarnsystem für den Aasee einsetzen. Das soll künftig verhindern, dass sich eine Ökokatastrophe, wie die im vergangenen Sommer, wiederholt.

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Im Notfall wird Sauerstoff in den See gepumpt

In Münsters Aasee sollen nicht noch einmal so viele Fische sterben wie im vergangenen August. Damals waren im Aasee knapp 20 Tonnen Fisch gestorben. Der Grund: Algen hatten sich durch die große Hitze drastisch vermehrt. Dadurch war der Sauerstoffgehalt im See so niedrig, dass Fische nicht überleben konnten. Mit einem neuen Frühwarnsystem will die Stadt Münster aber jetzt verhindern, dass sich eine solche Katastrophe wiederholt. Dieses System hat die Stadt Münster in Zusammenarbeit mit dem Umweltexperten Professor Dietrich Borchardt aus Magdeburg entwickelt.

Das System ermittelt Daten wie Wassertemperatur, Algenwachstum oder Sauerstoffgehalt. "Wenn der Aasee in einen kritischen Bereich kommt, können wir schnell Maßnahmen einleiten", so Stadtbaurat Robin Denstorff. Wenn es notwendig wird, sollen künftig spezielle Pumpen dem Seewasser Sauerstoff zuführen. In sechs bis acht Wochen sollen alle erforderlichen Geräte dafür angeschafft sein. Der Stückpreis liegt bei 100.000 Euro.

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Tonnenweise tote Fische waren im Sommer 2018 aus dem Aasee geborgen worden.© Stadt Münster
Tonnenweise tote Fische waren im Sommer 2018 aus dem Aasee geborgen worden.
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