
Diskussionen um Kunsttoilette
Die eingeführte Nutzungsgebühr für die Toilette unter dem Domplatz könnte ein teures Nachspiel haben.
Veröffentlicht: Freitag, 07.02.2020 06:58
Die Betreiberin Wall AG aus Berlin verlangt seit kurzem 50 Cent für die Nutzung der Toilette. Diese ist allerdings ein Kunstwerk der Skulpturprojekte 2007. Damit würde in Münster erstmalig für Kunst in einem öffentlichen Raum ein Eintrittspreis genommen. Das war mit der Stadt Münster nicht abgesprochen. Der Künstler Hans-Peter Feldmann stellte für den Erhalt seines Werks damals die Bedingung, dass die Nutzung kostenlos bleibt.
Die Wall AG berät jetzt über das weitere Vorgehen. Laut der Stadt Münster könnte es in der kommenden Woche eine Entscheidung geben. Wenn es bei der Gebühr bleibt, so würde die Toilette ihren Status als öffentliches Kunstwerk verlieren. Das könnte aber teuer werden, denn dann müsste die Toilette gekauft werden.