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Corona: Landesregierung schränkt öffentliches Leben weiter ein
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Corona: Landesregierung schränkt öffentliches Leben weiter ein

Die Corona-Neuinfektionen in NRW steigen immer weiter - vor allem in Großstädten. Ministerpräsident Laschet will jetzt private Feiern einschränken und fordert mehr Verantwortung.

Veröffentlicht: Sonntag, 11.10.2020 17:45

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Nach einem starken Anstieg bei den Corona-Neuinfektionen hat NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) eindringlich an die Vernunft der Menschen appelliert. „Viele sind zu leichtfertig geworden“, kritisierte Laschet auf einer Sondersitzung des Kabinetts am Sonntag. Die aktuelle Entwicklung sei besorgniserregend. NRW hat seit Tagen die höchsten Ansteckungsraten aller deutschen Flächenländer. Landesweit steckten sich nach offiziellen Zahlen vom Sonntag 34,1 Menschen pro 100 000 Einwohner in sieben Tagen mit dem Virus an.

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Einschränkungen für private Feiern

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Die Menschen müssten nun bei Urlaubsreisen und privaten Feiern Opfer bringen, damit Schulen und Kitas geöffnet bleiben könnten und das öffentliche Leben nicht erneut zum Erliegen komme: „Jeder, der im Moment etwas zu feiern hat, sollte dieses in diesen Zeiten unterlassen. Wir müssen alle jetzt vorsichtig sein», mahnte Laschet. NRW werde deshalb private Feiern in Gaststätten mit mehr als 50 Gästen verbieten - egal, ob die Feier in einer besonders vom Coronavirus betroffenen Region stattfindet oder nicht. Für Feiern zu Hause seien solche staatliche Vorgaben nicht umsetzbar.

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In den Herbstferien besser zu Hause bleiben

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An die Adresse von Urlaubern richtete er den Appell, „Reisen generell jetzt in den Herbstferien zu unterlassen und auch innerhalb Deutschlands möglichst zu Hause zu bleiben“. Das in vielen Urlaubsregionen bereits geltende Beherbergungsverbot für Gäste aus Risikoregionen werde es in NRW aber vorerst nicht geben.

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Appell an junge Menschen

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Besonders in die Verantwortung nahm der Ministerpräsident junge Menschen, denn in der Altersgruppe der 20- bis 29-Jährigen gibt es in NRW im Moment besonders viele Corona-Fälle. „Es ist eine solidarische Pflicht auch der Jungen, nicht nur an sich zu denken“, sagte Laschet. Denn leicht könnten sie ihre Eltern und Großeltern anstecken.

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Warnwert steigt auch in Münster

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Tatsächlich waren es nach Angaben der Behörden häufig Party-Hotspots, die den wichtigen Wert der Corona-Neunansteckungen pro 100 000 Einwohner in sieben Tagen in die Höhe getrieben haben. Neun Kreise und kreisfreie Städte in Nordrhein-Westfalen lagen am Sonntag über der wichtigen Corona-Warnstufe von 50 und gelten somit als Risikogebiet. Spitzenreiter war Herne mit 86,3 Neuansteckungen pro 100 000 Einwohner in sieben Tagen. Auch Hagen (71,0), Wuppertal (60,5) und Köln (59,7) lagen weit oberhalb der wichtigen 50er-Grenze. Betroffen sind außerdem Hamm, Essen, der Kreis Recklinghausen, der Kreis Unna und die Stadt Solingen. Einige Großstädte wie Düsseldorf, Duisburg und Dortmund blieben noch knapp unter der Warnstufe. Münster lag am Sonntag mit einem Wert von 32 noch knapp unter der ersten Warnstufe von 35.

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Härtere Regeln ab Schwellenwert "50" angekündigt

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Die Landesregierung will nun die Regeln verschärfen. Sobald ein Kreis oder eine kreisfreie Stadt in NRW die Grenze von 50 Neuansteckungen pro 100 000 Einwohner in sieben Tagen überschreite, sollen sich dort nur noch bis zu fünf Personen aus verschiedenen Haushalten in der Öffentlichkeit treffen dürfen. Außerdem sollen in diesem Fall Öffnungszeiten von Kneipen und Restaurants eingeschränkt werden. Schon jetzt sind Regionen mit einer Inzidenz von 50 Neuansteckungen verpflichtet, weitergehende Einschränkungen für das öffentliche Leben zu erlassen. So darf in Köln auf Straßen und Plätzen ab 22.00 Uhr nun kein Alkohol mehr konsumiert werden, an Party-Hotspots gilt an Wochenenden ein Alkohol-Verkaufsverbot. In Fußgängerzonen müssen die Menschen Masken tragen.

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