Coburg: Wahrscheinlich keine Traglufthalle

Lange stand sie zur Debatte. Eine Traglufthalle über der Coburg wird aber immer unwahrscheinlicher.

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Die Coburg wird an Wintertagen wohl nicht vom Frei- zum Hallenbad. Aus der Idee einer Traglufthalle wird wahrscheinlich nichts. So ein Vorhaben wäre zu klimaschädlich, heißt es in einer Verwaltungsvorlage. Wie die Fachleute errechnet haben, würde der Energiebedarf an Fernwärme und Strom pro Saison so viel CO2 produzieren wie fast zwei Millionen gefahrene Autokilometer in Münster. Da zu käme jede Menge Kunststoffmülle von speziellen Schutzfolien für so eine Halle.

Grüne und SPD sind gegen die Halle, CDU noch unentschieden

Grüne und SPD haben sich schon gegen die Traglufthalle ausgesprochen. "Die CDU hat zwar auch Bedenken, wir beraten aber noch", sagt CDU-Ratsfraktionschef Stefan Weber im ANTENNE MÜNSTER-Interview. Auch der Stadtsportbund sieht noch Gesprächsbedarf. "Zu schnell sollten wir die Sache nicht aufgeben", sagte uns der Vorsitzende des Stadtsportbundes, Michael Schmitz.

Enttäuscht ist die Initiative "Fans der Coburg". Die hatte Informationen über Traglufthallen mit besserer Klimabilanz aus ganz Europa zusammengetragen. "Diese Informationen hat die Stadtverwaltung in ihrem Bericht nicht berücksichtigt", ärgern sich die Coburg Fans. Die Initiative will ihren Traum von der Traglufthalle aber noch nicht aufgeben. Sie will den Ratspolitikern noch Modelle von Traglufthallen u.a. aus der Schweiz vorstellen, die nicht so klimaschädlich sein sollen. Am 26. November soll der Sportausschuss dann über die Traglufthalle beraten.

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