Bombe am Bahnhof entschärft

Hinter dem Hauptbahnhof ist der nächste Blindgänger entschärft worden. Die Entschärfung der amerikanischen Zweieinhalb-Zentner Bombe hat gegen 17.45 Uhr begonnen und damit eine knappe Viertelstunde früher als geplant. Um 17.55 Uhr hatten Horst Schöwe vom Kampfmittelbeseitigungsdienst der Bezirksregierung Arnsberg und Sprengmeister Peter Asmussen die Bombe entschärft.

© ANTENNE MÜNSTER

Die Bombe war am Mittwochnachmittag (8.5.) gefunden worden. Um die Entschärfung vornehmen zu können, wurde das Gebiet im Umkreis von rund 200 Metern um die Fundstelle evakuiert. Die Evakuierung verlief zumeist problemlos. Während der Evakuierung gab es eine Betreuungsstelle im LWL-Gebäude an der Warendorfer Straße 21. Dort wurden etwa 25 Personen betreut; 12 Personen wurden per Krankentransport aus der Gefahrenzone gebracht. Im Einsatz befanden sich rund 150 Kräfte der Feuerwehr, Polizei und der Hilfsorganisationen.

Rund 1.000 Anwohner mussten nach Angaben der Stadt ihre Häuser verlassen. Die Entschärfung betraf auch die Gleise und den Tunnel des Hauptbahnhofs, und dadurch wurde der Zugverkehr erheblich behindert. Die Bahnhofshalle war aber weiterhin geöffnet. Ab 17.15 Uhr fielen die Züge aus.

Von der Evakuierung betroffen waren die Bremer Straße, ein Teil der Schillerstraße, ein Teil der Hamburger Straße, ein Teil der Soester Straße, der Meppener Straße und der Bremer Platz. Die Wolbecker Straße und die Bahnhofstraße blieben frei.

Der Evakuierungs-Radius© Stadt Münster
Der Evakuierungs-Radius
© Stadt Münster

Die Züge sind gut eine Stunde lang ausgefallen.

Die Anzeigetafel weist die Reisenden auf die Zugausfälle wegen der Bombenentschärfung hin© ANTENNE MÜNSTER
Die Anzeigetafel weist die Reisenden auf die Zugausfälle wegen der Bombenentschärfung hin
© ANTENNE MÜNSTER

Weitere Meldungen