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Böllerwerfer soll ins Gefängnis
© Preußen Münster
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Böllerwerfer soll ins Gefängnis

Wegen eines Böllerwurfs beim Regionalliga-Spiel zwischen Rot-Weiss Essen und Preußen Münster soll ein 29 Jahre alter Familienvater ins Gefängnis.

Veröffentlicht: Donnerstag, 15.12.2022 13:00

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Das Amtsgericht Essen verurteilte den Mann wegen des Herbeiführens einer Sprengstoffexplosion in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung zu einer Freiheitsstrafe von 2 Jahren und 2 Monaten. Das teilte das Gericht mit. Eine Strafe in dieser Höhe kann nicht zur Bewährung ausgesetzt werden.

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"Der Verurteilung liegt die Überzeugung des Gerichts zugrunde, dass der Angeklagte am 20.2.2022 während des Regionalligaspiels RWE gegen Preußen Münster einen Knallkörper warf, der neben den Ersatzspielern von Preußen Münster detonierte", hieß es in der Mitteilung. Dadurch hätten zwei Ersatzspieler, der Athletiktrainer von Münster sowie ein Balljunge Knall-Traumata erlitten.

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Die Polizei war dem mutmaßlichen Böllerwerfer bei der Auswertung von Fotos und Videos durch ein auffälliges Gesichtstattoo auf die Spur gekommen. Vor Gericht schwieg der Mann. Sein Anwalt plädierte auf Freispruch, weil die Täterschaft durch die Videos nicht zweifelsfrei nachgewiesen sei. Dem folgte das Gericht nicht. Das Urteil gegen den 29-Jährigen ist noch nicht rechtskräftig. 

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