Blindgänger in Mauritz entschärft

Es war die größte Evakuierung in Münsters Stadtgeschichte: 16.000 Menschen mussten am Sonntag ihre Wohnungen in Mauritz verlassen, weil nach Blindgängern gesucht wurde.

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Die größte Evakuierungsaktion in Münsters Stadtgeschichte, nämlich im Stadtteil Mauritz, ist zufriedenstellend verlaufen. Das hat uns der Leiter des Krisenstabs, Wolfgang Heuer, gesagt. 16.000 Menschen mussten ihre Wohnungen verlassen. Nur sieben Personen haben sich ursprünglich geweigert ihre Wohnungen zu verlassen.

Es gab fünf Verdachtspunkte an drei verschiedenen Stellen im Erdreich, wo Bomben aus dem Zweiten Weltkrieg vermutet wurden. Eine 125 kg-Bombe lag auf dem Gelände der Mauritzschule, am Anne-Frank-Berufskolleg hatten es die Experten mit einer 250 kg-Bombe zu tun. In Linnenbrinks Garten zwischen Warendorfer Straße und Rudolfstraße hingegen gab es Entwarnung: Hier hatten die Experten drei Blindgänger vermutet, dort wurde allerdings nur Altmetall gefunden. Gegen 12:39 Uhr waren die Blindgänger entschärft.

Die von der Stadt angebotenen Notunterkünfte wurden nur relativ wenig genutzt. Die meisten Menschen aus Mauritz haben den Tag bei Freunden oder Familienangehörigen verbracht oder mit einem längeren Ausflug.

Wir haben bis zum Ende der Aktion in einer Sondersendung berichtet. Updates gab es auch in unserem ANTENNE MÜNSTER-Newsticker.

Wie funktioniert eigentlich ein Zünder? Jörg Rosenkranz von der Berufsfeuerwehr Münster erklärt's in diesem Kurzvideo anschaulich.

Generelle Informationen zur Evakuierung gibt es hier.

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