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Bistum ermittelt in eigenen Reihen
© Bischöfliche Pressestelle
Bischof Dr. Felix Genn: "Im Bistum Münster gibt es auch bei geistlichem Missbrauch, worunter ein grenzverletzendes Verhalten im seelsorglichen Kontext und ein spiritueller Machtmissbrauch in kirchlichen Gemeinschaften zu verstehen ist, eine Haltung der Null-Toleranz."
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Bistum ermittelt in eigenen Reihen

Bischof Felix Genn unternimmt weitere Maßnahmen, um schuldige Geistliche aus dem Verkehr zu ziehen. Ermittelt wird auch gegen den Dompropst.

Veröffentlicht: Donnerstag, 11.08.2022 05:36

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Das Bistum Münster will alle Geistlichen, die ihnen anvertrauten Menschen etwas angetan haben, ausfindig machen und verbannen. Münsters Bischof Felix Genn hat jetzt einen Priester der Gemeinde Lindern bei Cloppenburg beurlaubt. Er soll vor 12 Jahren einem jungen Menschen Leid angetan haben. Genauer äußerte sich das Bistum bisher noch nicht zu dem Fall. Kirchenrechtler untersuchen den Fall jetzt. Der Interventionsbeauftragte des Bistums Münster, Peter Frings, sagt, dass bereits damals die Polizei gegen den Priester ermittelt habe. Da das Opfer aber volljährig war, stellten die Ermittler ihre Arbeiten ein. Jetzt hat die extra für diese Fälle vom Bistum Münster eingerichtete Unabhängige Kommission entschieden, dass das Bistum das Opfer finanziell entschädigen muss. Das ist bereits geschehen. Das Bistum hat den Fall zudem dem Vatikan gemeldet.

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Staatsanwaltschaft nennt Dompropst-Fall "erledigt"

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Außerdem will das Bistum auch im Fall von Münsters Dompropst, Kurt Schulte, hart durchgreifen. Er ist seit Juni beurlaubt. Für die Staatsanwaltschaft ist der Fall erledigt - sie will nicht gegen Kurt Schulte ermitteln, sagt das Bistum. Für die Kirche ist das aber offenbar nicht genug. Kirchenrechtler sollen den Fall jetzt nochmal genauer untersuchen. Ihn vorzuuntersuchen sei verpflichtend, wenn die Kirche von Vorwürfen erfährt, sagen Sprecher des Bistums. Am Ende müssen die Juristen dann entscheiden, ob es ein Strafverfahren geben muss. Ende Juni waren Vorwürfe gegen Kurt Schulte bekannt geworden. Die Kommission, die die Fälle von sexuellem Missbrauch im Bistum Münster aufarbeitet, hatte Hinweise erhalten, dass der Dompropst sich unangemessen verhalten hat. Auch über ein anonymes Portal des Bistums hatte es eine Anzeige gegen ihn gegeben.

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