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Beunruhigender Unfalltrend: Radler vs. Fußgänger
© Luum GmbH/UDV
Die Unfallforschung der Versicherer hat heute (19.10.) eine neue Studie zu Unfällen zwischen Radfahrer:innen und Fußgänger:innen vorgestellt.
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Beunruhigender Unfalltrend: Radler vs. Fußgänger

Es gibt immer mehr schwere Unfälle zwischen Fußgänger:innen und Radfahrer:innen. Das zeigt eine neue Studie, die die UDV auf dem Crashtest-Gelände in Wolbeck vorgestellt hat.

Veröffentlicht: Donnerstag, 19.10.2023 12:15

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Ein Radfahrer fährt auf einem schmalen Radweg, eine Fußgängerin tritt überraschend an einer unübersichtlichen Stelle auf den Radweg - schon ist es passiert. Solche Unfälle zwischen Radfahrer:innen und Fußgänger:innen können richtig böse ausgehen - und passieren immer häufiger. Das zeigt eine neue Studie, die die Unfallforschung der Versicherer (UDV) am Mittag (19.10.) auf dem Crashtestgelände in Wolbeck vorgestellt hat.

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Besonders Lastenräder und E-Bikes sind gefährlich

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Die Ergebnisse der Studie zeigen: Bei Unfällen zwischen Radfahrern und Fußgängern sind im vergangenen Jahr in Deutschland 711 Menschen schwer verletzt worden, 13 starben. Besonders Fußgänger:innen werden dabei mit hoher Wahrscheinlichkeit verletzt. Studienautor Siegfried Brockmann geht davon aus, dass sich die Zahl

dieser Unfälle in den kommenden Jahren weiter dynamisch nach oben entwickeln wird. «Fahrräder nehmen zahlenmäßig und nach Fahrleistung deutlich zu und mit E-Bikes und Lastenrädern werden sie auch schneller und schwerer», sagte Brockmann. Die Bevölkerung werde auf der anderen Seite immer älter.

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Crashtest zeigt die Gefahr der Unfälle

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Ein simulierter Unfall verdeutlichte auf dem Crashtest-Gelände in Wolbeck, wie gefährlich ein solcher Zusammenprall sein kann. Dazu fuhr ein Lastenrad auf einen Dummy auf, der "überraschend" in den Weg des fahrenden Rads trat. Dabei stürzten die beiden Dummies zu Boden und hätten sich schwere Verletzungen zugezogen, wenn sie echte Menschen gewesen wären.

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Hier liegen die Unfallschwerpunkte:

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Unfallschwerpunkte sind der Studie zufolge besonders Fußgängerzonen und Haltestellenbereiche. Immer dann, wenn Fußgänger:innen überraschend auf die für den Radverkehr vorgesehenen Flächen treten, kommt es zu Problemen. Auffallend sei: Je schmaler der Radweg, umso größer die Unfallwahrscheinlichkeit. In Münster ist das Miteinander auf den Straßen besonders brisant, meint Siegfried Brockmann von der Unfallforschung der Versicherer im ANTENNE MÜNSTER-Interview:

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Siegfried BockmannSiegfried Bockmann von der UDV zur Situation in Münster
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Die Forscher fordern deshalb, diese Punkte bei der Planung der Infrastruktur zu beachten und außerdem Fußgängerzonen generell nicht für den Radverkehr freizugeben.

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