Betrugsermittlungen im Fall "Senden"

Der Fall der Leiche, die rund acht Jahre in einer Hochhaus-Wohnung in Senden gelegen hat, zieht jetzt weitere Kreise. So wie es aussieht, hat jemand illegal Geld vom Konto des Toten abgehoben.

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Nach dem Fund einer Leiche, die rund acht Jahre in einer Wohnung im Münsterland gelegen hat, ermittelt die Polizei jetzt wegen Betrugs und Verletzung des Briefgeheimnisses. Beamte durchsuchten fünf Wohnungen im Kreis Warendorf, in Münster und in Senden, wie die Ermittler am Donnerstag (31.10.) mitteilten. Nach Angaben einer Polizeisprecherin haben die Verdächtigen einen Bezug zu ehemaligen Nachbarn des Toten in dem Hochhaus. Sie seien keine Angehörigen. Den Ermittlern zufolge wurde die Post des Mannes nach dessen Tod weiter zugestellt, von Nachbarn zunächst aufbewahrt und später entsorgt. Zudem habe die Polizei Hinweise auf illegale Abbuchungen vom Konto des Toten.

Die Feuerwehr hatte Ende September bei einem Brandeinsatz und der Evakuierung des Hauses die Leiche in der Wohnung entdeckt. Eine Obduktion ergab keine Hinweise auf eine Gewalttat. Der Mann soll demnach Ende 2011 oder Anfang 2012 gestorben sein.

Unklar ist nach wie vor, wieso die Leiche so lange unentdeckt blieb. Nachbarn wollen bereits vor Jahren der Polizei Hinweise gegeben haben. Im elektronischen System der Ermittler können aber aus Datenschutzgründen nur Einsätze aus den vergangenen fünf Jahren abgefragt werden. Laut der Auswertung von handschriftlichen Notizen waren im März 2012 auch Beamte vor Ort, um Hinweise zu überprüfen. Sie entdeckten aber in dem Hochhaus mit 39 Wohnungen nichts Auffälliges. Zum Teil waren die Hinweisgeber beim Eintreffen der Polizei nicht mehr da.

Über die neuen Ermittlungsergebnisse berichtet ANTENNE MÜNSTER-Reporter Michael Wessels im Gespräch mit Nachmittagsmoderator Christoph Hausdorf:


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