
Betrüger ergaunern 10.000 Euro
Knapp 10.000 Euro haben Telefonbetrüger:innen Anfang der Woche (10.-11.04.) mit einer miesen Masche von einem älteren Menschen ergaunert.
Veröffentlicht: Mittwoch, 12.04.2023 12:00
Täter:innen solcher Delikte fordern immer wieder vorrangig von älteren Menschen auf unterschiedliche Weise Geld. Unter anderem nutzen sie dazu WhatsApp oder SMS.
In diesem Fall gab sich eine Person als der Sohn eines 73-jährigen Münsteraners aus und schrieb von einer fremden Handynummer, weil sein Gerät angeblich kaputt sei. In den Nachrichten verlangte er die schnelle Überweisung eines Bargeldbetrages, weil er in finanziellen Schwierigkeiten stecken würde. Um seinem Sohn in einer Notlage zu helfen, überwies der 73-Jährige einen fast fünfstelligen Betrag auf unterschiedliche Konten.
Als der Münsteraner anschließend mit einem seiner wirklichen Söhne über die Überweisungen sprach, wurde der Betrug aufgedeckt.
Die Polizei warnt vor diesen betrügerischen Nachrichten von angeblichen Familienangehörigen. Niemals sollte aufgrund einer WhatsApp-Nachricht oder SMS Geld überwiesen werden. Betroffene sollten die Angehörigen anrufen und sich nach der Echtheit der Nachricht erkundigen. Im Verdachtsfall sollte sofort die 110 gewählt werden.
Betrüger machen reichlich Beute
Ob 10.000 Euro für ein Medikament, das den todkranken Enkel rettet, oder 2.000 Euro für eine Kaution der schwerverletzten Tochter oder andere hohe Geldsumme für Verwandte, die plötzlich in Notlagen geraten sind. Die Methoden der Anrufer:innen werden immer unverschämter und immer dreister. Nach wie vor sind sie vor allem bei Senior:innen erfolgreich. Die psychologisch sehr gut geschulten Betrüger:innen rufen fast immer aus Call Centern im Ausland an und sind dann hinterher fast nicht mehr zu erwischen. Geld oder Wertgegenständen bleiben dann verschwunden.
Aus Sorge um Enkel:innen oder Nichten und Neffen plündern die Angerufenen schnell ihr Konto oder übergeben den Unbekannten (die sich dann mitunter als Polizisten ausgeben) sogar Schmuck und Wertgegenstände. Dabei betrügen die Anrufer ihre Opfer schnell um höhere Beträge, es kommen tatsächlich sogar 20.000 Euro und mehr zusammen. Ein direkter Rückruf bei der echten Polizei oder bei Verwandten würde dagegen schnell Klarheit bringen, ob wirklich etwas passiert ist.
Familien sollten ihre älteren Mitglieder warnen
Senior:innen sind bei derartigen Anrufen schnell überrumpelt und handeln unüberlegt. Sie erfüllen dann die dreisten, aber energisch vorgetragenen Forderungen der Anrufer. Die Polizei weist darauf hin, dass sie niemals direkt bei vermeintlichen Opfern anruft und sich erst recht nicht nach Vermögen oder Geld erkundigt. Kinder und Enkel sollten ihre Eltern und Großeltern dringend davor warnen, dass tückische Betrüger weiterhin häufig mit Schockanrufen oder den sogenannten Enkeltricks unterwegs sind. Tipps der Polizei zum richtigen Verhalten bei solchen Anrufen gibt es hier.