
Bauern-Demo auf dem Domplatz
Ein Trecker-Korso mit rund 200 Fahrzeugen hatte am Donnerstagmorgen für Verkehrschaos gesorgt. Mehr als 5.000 Bauern haben auf dem Domplatz gegen die geplanten EU-Düngeauflagen demonstriert. Auch Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner war da.
Veröffentlicht: Donnerstag, 04.04.2019 10:50
Der Konflikt
Hintergrund der Großkundgebung war der Streit um die geplante Neuregelung der Düngeverordnung. Die EU-Kommission fordert, dass Landwirte weniger düngen. Zu viel Dünger schadet dem Grundwasser. Die Präsidenten der Landwirtschaftsverbände hatten im Vorfeld der Proteste in Ansprachen klargestellt, dass die Landwirte beim Schutz des Grundwassers mitarbeiten wollen. Sie finden aber, dass die Auflagen der EU zu streng seien. Sie befürchten höhere Kosten und Ernteeinbußen. Außerdem seien viele Landwirte mit weniger Dünger nicht mehr wettbewerbsfähig genug. Ab Mai 2020 sollen die verschärften Regeln der EU gelten. Die Landwirtschaftsverbände aus Westfalen Lippe und dem Rheinland hatten unter dem Motto „Bauern brauchen Zukunft - Zukunft braucht Bauern!“ zum Protest aufgerufen.
Verkehrsbeeinträchtigungen durch Traktoren
Am Morgen hatten rund 200 Fahrzeuge in einem Trecker-Korso für Beeinträchtigungen des Berufsverkehrs gesorgt. Zum Teil gab es kilometerlange Staus. Die Polizei Münster hatte die Steinfurter Straße zwischenzeitlich gesperrt. Auch der York-Ring und der Orléans-Ring waren für die Durchfahrt über die Steinfurter Straße kurzfristig gesperrt. Kurz vor Beginn der Kundgebung auf dem Domplatz hatte die Polizei dann getwittert:
Rund 5.000 Landwirte aus der Region, aber auch aus Niedersachsen, Bayern, Hessen und Mecklenburg-Vorpommern hatten sich ab 10:30 Uhr auf dem Domplatz versammelt.
Julia Klöckner warb um Verständnis
Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner hat bei der Kundgebung zu den Landwirten gesprochen. Es gab Pfiffe, aber sie warb um Verständnis für die Düngeregeln der EU und den Grundwasserschutz. Außerdem machte sie klar, dass sie sich für die Interessen der Landwirte einsetzen wolle. Kompromisse seien wichtig, sagte die Ministerin.



















