
Autofreier Domplatz
Münsters Domplatz soll ein Ort für Ruhe und Entspannung werden. Jetzt werfen die ersten Schritte für die geplante Umwandlung ihre Schatten voraus.
Veröffentlicht: Samstag, 01.07.2023 04:32
Die Straßen "Pferdegasse" und "Domplatz" sind für den Individualverkehr ab heute (01.07.) gesperrt. Allerdings gelten für Anlieger:innen Ausnahmeregelungen. Am ersten Juli verschwindet auch der Westfalenfleiß-Parkplatz. Dort sorgt die Stadt Münster nach und nach für neue Sitze und Aufenthaltsmöglichkeiten. Ende August soll die Fläche hergerichtet sein. Bereits seit Mai gibt es wieder die "Domplatz-Oase" an der Ostseite des Domplatzes, noch bis Mitte Oktober stehen dort rund 80 Stühle für alle.
Parkplätze weichen
Für die neue Aufenthaltsfläche müssen 94 Parkplätze weichen. Die umliegenden Parkhäuser, zum Beispiel das Parkhaus Aegidii mit 750 Parkplätzen, bieten eine Alternative, um die Autos künftig zu parken.
Schon seit über einer Woche weisen Schilder und große Anzeigetafel auf die neuen Regeln hin.
Änderungen für Gottesdienstbesucher:innen
Für Menschen mit Schwerbehindertenausweis stehen in der Nähe des barrierefreien Zugangs zum Dom am Uhrenportal bereits jetzt neun und im Bereich der Post weitere sechs Schwerbehindertenparkplätze zur Verfügung. Sie sind als solche gekennzeichnet. Die Zahl der Parkplätze entspricht dem Antrag der Kommission zur Förderung der Inklusion von Menschen mit Behinderungen an den Rat der Stadt Münster. Eine begrenzte Anzahl an sonstigen Parkplätzen gibt es auf der Fläche vor den Domtürmen. Dort dürfen Gottesdienstbesucher:innen werktags von 7 bis 10 Uhr sowie an den Sonn- und Feiertagen von 7 bis 14 Uhr parken. An Markttagen darf dort nicht geparkt werden.
Potenzial des autofreien Domplatzes vorhanden
Die Initiative Starke Innenstadt (ISI), das Bündnis der Einzelhändler, Gastronomen und Immobilieneigentümer der Innenstadt freuen sich, dass der Domplatz immer mehr zu einer Art Oase mitten in der Stadt wird. Andreas Weitkamp, Sprecher für den Bereich Handel, kann sich weitere Formate, die die verschiedensten Zielgruppen anziehen, vorstellen:
„Langfristig könnte der Ort ein Angebot für Kinder, junge Familien und Jugendliche schaffen, wodurch auch der Handel und die Gastronomie durch neue Zielgruppen und höhere Frequenzen gestärkt wird.“
Sascha von Zabern, Sprecher für den Bereich Hotellerie und Gastronomie, sagt, wie sich die ISI in diesem Prozess einordnet:
„Wir sind die Interessensvertreter der vielen verschiedenen Akteure in der Innenstadt. Im Sinne unserer Mitglieder möchten und werden wir uns in den Planungsprozess einbringen, um gemeinsam im Dialog mit Verwaltung und Politik und natürlich den Bürgerinnen und Bürgern einen lebendigen neuen Ort im Herzen Münsters zu schaffen.“