
Auffällige Demos am Samstag
Deutlich mehr Menschen als vermutet haben in Summe an den Demonstrationen in Münsters Innenstadt am Nachmittag (7. Oktober) teilgenommen.
Veröffentlicht: Sonntag, 08.10.2023 08:48
Beim sogenannten „1.000-Kreuze-Marsch“, der von Abtreibungsgegnerinnen organisiert wurde, nahmen rund 90 Menschen teil. Die Organisatoren hatten mit rund 150 Demonstrierenden gerechnet. Die Teilnehmenden zogen mit Holzkreuzen, Spruchbändern und Bildern von ungeborenen Kindern durch die Stadt. Sie setzten sich dafür ein, ungeborenes Leben besser zu schützen. Ihr Demonstrationszug führte vom Aegidiikirchplatz zum Domplatz – Verkehrsprobleme gab es durch sie kaum.
Anders bei der Gegendemonstration: Das „Münsteraner Bündnis für sexuelle Selbstbestimmung“ hatte mit seinem Demonstrationszug eine Stunde eher begonnen – 900 Menschen nahmen teil, sagt die Polizei Münster. Die Organisatoren meinen, dass es mehr als doppelt so viele Teilnehmende waren (2.000 Menschen). Bei der Gegendemo hatten Organisatoren gerade einmal 500 Menschen bei der Polizei Münster angemeldet. Sie zogen von der Windthorststraße aus zum Prinzipalmarkt und sorgten hier und da vorübergehend für Staus. Die Teilnehmenden machten deutlich, dass sie die Demo der christlichen Fundamentalisten als frauenfeindlich erachten.
Polizei begleitet beide Demos
Nach ersten Erkenntnissen der Polizei Münster verliefen beide Demonstrationen weitgehend friedlich. Die Polizei begleitete beide Demo-Züge großzügig. An einigen Stellen in der Innenstadt (wie beispielsweise vor dem Erbdrostenhof) trafen die Demonstranten beider Gruppen aufeinander – hier kontrollierte die Polizei besonders aufmerksam, dass es friedlich blieb (siehe obiges Foto).