
Auf der Suche nach dem Hitzestau
Um genau zu erforschen, wo sich in Münster die Hitze staut, ist die Stadt derzeit mit empfindlicher Messtechnik unterwegs.
Veröffentlicht: Mittwoch, 26.06.2024 04:30
Frischluftoasen und Luftzirkulation machen an heißen Sommertagen die Hitze in der Stadt erträglicher. Um messbare Daten zu erheben, wo Frischluft und Kühle fehlen, und unter welchen baulichen Bedingungen sich in Münsters Quartieren die Hitze ballt, schickt die Stabstelle Klima der Stadt in diesen Tagen ein Messfahrzeug durch die Stadt und eine Drohne in die Luft. Das aktuelle Sommerhoch bietet beste Bedingungen, um diese Messungen vorzunehmen.
Zwei Messstationen wurden für den Zeitraum Juni bis August installiert: Die eine steht innerstädtisch auf dem Parkplatz an der Korduanenstraße, die zweite außerhalb der städtischen Bebauung am Zoo. Ergänzend zu den Daten, die die Messstationen auf zwei und zehn Metern über dem Boden festhalten, misst die Drohne an denselben Orten in 120 Metern Höhe Temperatur und Luftfeuchtigkeit und erstellt zusätzlich Wärmebilder des Untergrundes. Ebenfalls von der Korduanenstraße aus startet das Messfahrzeug zu einer 40-Kilometer-Tour durch die Stadt, um die Temperatur in unterschiedlich dicht und hoch bebauten Stadtquartieren aufzuzeichnen. Sämtliche Messdaten werden in der Mittagshitze und in den frühen, kühlen Morgenstunden erhoben.
Anhand der aktuellen Messungen wird überprüft, ob die durchgeführte Klima-Modellrechnung für Münster plausibel ist. Ende des Jahres 2024 soll - auch unter Einbezug dieser neuen Daten - eine umfassende Analyse zum städtischen Klima vorgelegt werden. Deren Ergebnisse bilden die Basis, um an den richtigen Orten weitere grüne Zonen zu schaffen und die Lebensqualität in der Stadt nachhaltig zu verbessern.
Informationen zu den Maßnahmen der Stadt Münster zu Klimaschutz und Klimaanpassung stehen online.
