
Anti-AfD-Demo heute in Gievenbeck
Die Polizei zählte bei dem Protest gegen Rechtsextremismus in Gievenbeck am Nachmittag 400 Menschen, 500 waren es aus Sicht der Veranstalter.
Veröffentlicht: Sonntag, 11.02.2024 06:00
Die Welle des Protests gegen Rechtsextremismus in Münster reißt nicht ab. Nach der Demo auf dem Domplatz vor drei Wochen mit 20.000 Menschen fand am Nachmittag auf dem Marktplatz am Rüschhausweg in Gievenbeck der nächste Protest an: Rund 400 Menschen sind mit dabei, sagte die Polizei Münster auf ANTENNE MÜNSTER-Nachfrage. Die Veranstalter ziehen heute Morgen Bilanz und gehen sogar von 500 Menschen aus.
Veranstalter rechneten mit bis 100 Menschen
Veranstalter und die Polizei Münster erwarteten ursprünglich bei der Mahnwache bis zu 100 Menschen. Die Demo richtet sich vor allem gegen die Alternative für Deutschland. Mehrere Rednerinnen und Redner standen auf der Bühne. Unter ihnen waren keine Politiker - damit wollten die Veranstalter verhindern, dass jemand die Mahnwache nutzt, um Wahlkampf zu machen, sagte Adrian Boegner von Gievenbeck Solidarisch:
“Die Bewegung gegen Rechts entsteht in der Zivilgesellschaft und wird von ihr getragen. Parteien sollen umsetzen, was gefordert wird und nicht versuchen, die Proteste für sich und ihr Image zu vereinnahmen.”
Mehrerer Veranstalter-Bewegungen
Die VVN-BdA Münster und die Stadtteilbewegung Gievenbeck Solidarisch hatten die Mahnwache organisiert. Die Aktiven aus dem Stadtteil wollten zeigen, dass die Zivilgesellschaft genug vom stetigen Rechtsruck hat. Isaak Rose von der VVN-BdA mahnte:
“Wir müssen wachsam bleiben und uns nicht darauf verlassen, dass das Problem sich von alleine löst. Der Kampf gegen faschistische Kräfte ist die Verantwortung aller, das lehrt uns die Geschichte. Damit ist jede Stadt, jedes Dorf und jedes Viertel mitgemeint.”
Immer wieder Proteste gegen Rechtsextremismus in Münster
Schon vor gut zwei Wochen (am 19.01.) fand in der Münsteraner Innenstadt auf dem Domplatz eine Demo gegen Rechtsextremismus statt. Dabei kamen mehr als 20.000 Menschen zusammen. Auch gegen den AfD-Neujahrsempfang nächsten Freitag (16. Februar) hat das Bündnis Keinen Meter den Nazis zum Protest aufgerufen. Die Demonstration soll um 17 Uhr auf dem Prinzipalmarkt stattfinden.