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Angriff auf Polizei in Kinderhaus
© RADIO NRW | José Narciandi
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Angriff auf Polizei in Kinderhaus

In Kinderhaus sollen zwei Tatverdächtige zwei Polizisten angegriffen haben. Eine Mordkommission der Polizei Münster ermittelt.

Veröffentlicht: Sonntag, 23.10.2022 18:07

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Polizei und Staatsanwaltschaft Münster ermitteln gemeinsam nach einem mutmaßlichen Angriff auf Polizisten in Kinderhaus. In der Straße „Im Moorhock“ sollen ein Mann und eine Frau im vierten Stock zwei Polizisten auf einem Laubengang beleidigt und angegriffen haben, ehe der Tatverdächtige die junge Polizisten gepackt und über das Geländer des Laubengangs gedrückt haben soll. Die 27-jährige Polizistin soll Zeugenaussagen zufolge mit dem Oberkörper über dem Abgrund gehangen haben und drohte, herunterzustürzen. Sie konnte sich selbstständig aus dem Griff befreien und den 34-jährigen Tatverdächtigen überwältigen.

Er und die 35-jährige Frau, die ebenfalls auf die Polizisten los gegangen war, wurden festgenommen. Die Staatsanwaltschaft hat gegen den Mann Haftbefehl beantragt – der zuständige Amtsrichter schickte ihn heute in Untersuchungshaft. Bisher schweigt der Tatverdächtige, sagt Münsters Oberstaatsanwalt Martin Botzenhardt im Gespräch mit ANTENNE MÜNSTER. Er beschrieb uns am frühen Sonntagabend den bisherigen Ermittlungsstand dazu, was auf dem Laubengang geschehen sein soll, so:

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ANTENNE MÜNSTER
Oberstaatsanwalt Martin Botzenhardt: "Drohte, zu stürzen"
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Lauter Streit als Auslöser des Polizeieinsatzes

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Grund für den Polizeieinsatz in der Straße „Im Moorhock“ in Kinderhaus am Samstagmittag waren Zeugenaussagen darüber, dass es aus der entsprechenden Wohnung einen lautstarken Streit gegeben habe. Die beiden Einsatzkräfte fanden die Wohnung – sie war vom Treppenhaus aus nur über eine Art Laubengang erreichbar. Vor der Wohnungstür stehend versuchten die Polizisten Kontakt zu den Streithähnen aufzunehmen. Durch die geschlossene Tür wurden sie von der Frau beleidigt – sie rief ihnen unter anderem „Verpisst euch! Ihr scheiß Drecksbullen!“ oder „Fickt euch! Ihr dürft gar nichts!“ zu.

Streit und Einsatz eskalierten dann, als der Tatverdächtige von der anderen Seite aus dem Hausflur auf den Laubengang trat und die Ermittler beschimpfte. Die Frau trat schließlich aus der Wohnung und griff mit erhobenen Fäusten an. Der Polizist konnte den Einsatz abwehren und die Frau zu Boden bringen. Der Mann griff daraufhin die Polizistin an und drückte sie über das Laubengang-Geländer.

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Münsters Oberstaatsanwalt Martin Botzenhardt zu den Vorwürfen

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Im Gespräch mit ANTENNE MÜNSTER hat sich Münsters Oberstaatsanwalt Martin Botzenhardt zu den Tatvorwürfen geäußert. Die Bildung einer Mordkommission und den vollstreckten Haftbefehl begründete er am frühen Sonntagabend so:

"Die Tathandlung des 34-Jährigen lässt darauf schließen, dass er die Polizistin über das Geländer gedrückt hat, um sie herunterzustoßen. Das deutet daraufhin, dass er zumindest mit bedingtem Tötungsvorsatz gehandelt haben könnte."
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ANTENNE MÜNSTER
Oberstaatsanwalt Martin Botzenhardt: "Noch nicht erlebt"
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