
Altersanzug macht Stadt gesprächsbereit
Es tut sich was im Thema "Parkplatz auf dem Domplatz" während des Wochenmarktes. Die Stadt zeigt sich dem Verein "Wochenmarkt Münster" gegenüber gesprächsbereit.
Veröffentlicht: Mittwoch, 05.10.2022 13:01
ANTENNE MÜNSTER-Reporter Nils Brambrink hat heute Morgen auf dem Wochenmarkt die Alterssimulationsanzüge getestet, die der Verein "Wochenmarkt Münster" für heute Morgen organisiert hat. "Mit Blei-Gewichten an Körper, Handgelenken und Knöcheln fiel mir das Laufen über den Domplatz äußerst schwer. Die Kopfhörer auf meinen Ohren sorgten dafür, dass ich Menschen, die mich angesprochen haben, bitten musste, ihre Fragen zu wiederholen.", sagte Nils anschließend. Dieser Anzug sollte dafür sorgen, dass er sich 40 Jahre älter fühlt.
Hintergrund der Aktion war, dass der Verein "Wochenmarkt Münster" den Parkplatz vor dem Dom gerne wieder für Autofahrer nutzen will. Die Reibekuchen-, Eintopf- und Hotdog-Stände sollen künftig wieder auf dem Domplatz zurückkehren und nicht mehr auf dem Parkplatz. So könnten ältere Marktbesucher, die schlecht zu Fuß sind, die Parkplätze dann wieder nutzen.
Stadt Münster zeigt sich nach Aktion gesprächsbereit
Die Aktion scheint schon im Vorhinein Wirkung gezeigt zu haben. Oberbürgermeister Markus Lewe und das Ordnungsamt haben dem Verein Gesprächsbereitschaft signalisiert. Der Verein will für ältere Kunden deshalb den Parkplatz zurück oder alternative Angebote wie einen Shuttle-Service. Die deutlich größere Interessengemeinschaft der Marktbeschicker Münster sieht den Bedarf, den Parkplatz für Autofahrer zu nutzen, als nicht so dringend an. Die Stadt will sich in den kommenden Wochen mit den Wünschen des Vereins auseinandersetzen. Der Parkplatz wurde vor gut zweieinhalb Jahren erstmals zur Marktfläche umfunktioniert, um während der Corona-Pandemie mehr Abstand zwischen den Marktbesuchern zu ermöglichen.
