
Allwetterzoo in Blau und Gelb
Spendenaktion für die Ukraine war ein voller Erfolg. "Zahl was Du willst - Hilfe für die Ukraine" bringt mindestens 20.000 Euro ein.
Veröffentlicht: Samstag, 12.03.2022 08:38
Das war eine gelungene Aktion, da waren sich alle einig. Knapp 3000 Menschen waren am Freitagabend in den Allwetterzoo Münster gekommen. Dabei kam eine Spendensumme von mindestens 20.000 € zusammen. „Und dabei haben wir noch längst noch nicht die Getränke, Essenstände und Spendendosen der Zootierpfleger sowie die Erlöse von Pferdemuseum oder Robbenhaven mit eingerechnet“, war Zoodirektorin Dr. Simone Schehka glücklich am Ende des Abends über die Aktion „Zahl‘ was Du willst – Hilfe für die Ukraine“.
Fast 3.000 Besucher - mehr als 50 Zoo-Beschäftige machen mit
Über 50 Mitarbeiter:innen des Zoo-Teams hatten sich ehrenamtlich an diesem Abend engagiert und zum Erfolg des Abends beigetragen. „Es macht mich sehr stolz, dass wir in so kurzer Zeit so viel auf die Beine stellen konnten“, so Simone Schehka. Nur rund eine Woche hatte es von der Idee bis zur Umsetzung gedauert. „Die Bereitschaft im Team für heute Abend mitzuwirken war immens. Viele haben dabei auch in Bereichen mitgeholfen, in denen sie sonst gar nicht tätig sind.“
Drei Stunden für die Ukraine
Von 18:30 bis 21:30 Uhr hatte der Allwetterzoo Münster seine Pforten geöffnet. Ziel war es, Spenden für die Menschen zu sammeln, die auf der Flucht vor dem Krieg in der Ukraine sind. Statt einfach Geld einzusammeln, wollte der Allwetterzoo den Menschen für ihre Spende aber etwas zurückgeben. „Wir konnten kommentierte Tierfütterungen anbieten, die Gäste hatten die Möglichkeit zum Elefantenfüttern und die Firma Damhus hatte drei Foodtrucks samt Teams zur Verfügung gestellt. Zudem waren Mitglieder von Cantina Base und die Musiker Jessie Spanke sowie Michael Mühlmann mit ihren Akustiksets vor Ort. So entstand eine ganz besondere Atmosphäre im Blau-Geld in Szene gesetzten Allwetterzoo“, so Schehka.
Spendensumme kann noch deutlich steigen
Ein erster Kassensturz am Abend brachte die stolze Summe von 20.000 €. „Und da ist ja noch nicht das Ende der Fahnenstange erreicht. Ich bin schon gespannt, wo wir am Ende wirklich landen.“ Doch nicht nur die zusammengetragene Spendensumme erfreute die Zoodirektorin. Auch der Ablauf war sehr gut. „Was mein Team da auf Beine gestellt hat macht mich wirklich stolz und glücklich.“
Sämtliche gesammelten Spenden und Erlöse werden in Form von Hilfsgütertransporten mithilfe der Stadt Münster nach Lublin, der polnischen Partnerstadt Münsters, gehen. Lublin liegt direkt im polnisch-ukrainischen Grenzgebiet und nimmt aktuell sehr viele Geflüchtete auf. Zur Grundversorgung der Geflüchteten werden umfangreiche Materialien benötigt, die aufgrund von Lieferengpässen in Polen derzeit nicht oder nur schwer zugänglich sind.


