
"Akku-Schrauber" in Münster vor Gericht
Es klingt kurios, soll so aber passiert sein: Vor dem Amtsgericht Münster muss sich von heute (01.09.) an ein 63-jähriger Mann verantworten, der aus Fahrradakkus einen Energiespeicher basteln wollte.
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"Aus Fahrradakkus einen Energiespeicher basteln": Was kurios oder wie eine Aufgabe aus einem Physikwettbewerb klingt, soll der Plan eines 63 Jahre alten Mannes gewesen sein. Die Akkus hat er nach Angaben der Polizei Münster 2023 gestohlen. Jetzt wird ihm am Amtsgericht Münster der Prozess gemacht. Im November vor knapp drei Jahren wurde er demnach auf frischer Tat ertappt: Am Allwetterzoo Münster war er mit einem großen Schraubendreher dabei, aus abgestellten E-Bikes die Akkus zu hebeln. Danach hat er seine Beute unter einem Gebüsch in der Nähe unter dem Laub versteckt. Dort fand die Polizei die Akkus. Danach musste sich der Mann einer Polizei-Kontrolle stellen: Die Polizist:innen entdeckten nicht nur das Werkzeug, sondern auch Notizen; darauf hatte er Tatorte und Beute vermerkt.
Polizist:innen gehen Notizen nach
Die Polizist:innen staunten nicht schlecht, als sie das Haus des Mannes durchsuchten. In den Räumen und im Garten fanden sie 67 geklaute Räder und rund 80 gestohlene Akkus. Für 58 Taten muss sich der Angeklagte jetzt vor dem Amtsgericht Münster verantworten. Da fragt man sich: Warum stahl der Mann die ganzen Akkus? Was wollte er damit? Er soll nicht vorgehabt haben, damit Geld zu machen, sondern geplant haben, einen eigenen Energiespeicher zu basteln. Wie auch immer, warum auch immer; das wird jetzt der Gerichtsprozess vielleicht ans Licht bringen.
Der "Akku-Schrauber" muss sich ab heute 9 Uhr vor dem Amtsgericht Münster verantworten. Nach fünf Verhandlungstagen soll es am 24. September das Urteil geben.
