
79 Impfdurchbrüche in Münster
Seit dem 14. März hat es in Münster 79 sogenannte Impfdurchbrüche gegeben. Das berichtet die Stadt Münster auf Nachfrage von ANTENNE MÜNSTER. Das heißt, dass sich seit Mitte März 79 Menschen in Münster trotz Impfung nachweislich mit Corona infiziert haben.
Veröffentlicht: Donnerstag, 12.08.2021 14:30
Insgesamt hat das RKI für die Stadt Münster seit Beginn der Pandemie gut 8.500 Corona-Infizierte in seine Daten aufgenommen. Die 79 Infizierten trotz Impfung machen davon circa 0,9 Prozent aus.
Quote wird steigen
Diese Quote könne noch steigen, je mehr Leute geimpft sind. Davon geht der Leiter des Gesundheitsamts, Norbert Schulze Kalthoff. Das sei aber kein Grund zur Beunruhigung, sondern statistisch zu erwarten.
Leichtere Verläufe und weniger ansteckend
Nach den bisherigen Erfahrungen der Stadt verlaufen die Corona-Infektionen bei den bereits Geimpften aber deutlich milder als bei Nichtgeimpften. "Kaum jemals ein schwerer und erst recht kein tödlicher Verlauf" seien dabei gewesen, so Schulze Kalthoff, und das sei ein gutes Zeichen. Zusätzlich sind der Stadt bisher keine relevanten Corona-Ausbrüche bekannt, die ein bereits geimpfter Infizierter versursacht habe.
Wir gehen davon aus, dass die Viruslast, die jemand dann durch eine solche Infektion hat, viel geringer ist als bei jemandem, der nicht geimpft ist und dadurch auch eben die Wahrscheinlichkeit, dass er es auf andere überträgt, deutlich geringer ist,
so Schulze Kalthoff im ANTENNE MÜNSTER-Interview.
Probleme mit Begriff
Den Begriff "Impfdurchbruch" mag Schulze Kalthoff übrigens nicht. Der Begriff suggeriere ein Versagen und da habe er Probleme mit. Das eigentliche Versprechen der Impfung sei, dass kein schwerer Verlauf passiert und dass man nicht daran stirbt. Und diese Zuversicht sollten wir uns weiterhin aufrecht erhalten.
ANTENNE MÜNSTER-Reporterin Miriam Gerding ordnet die Informationen im Gespräch mit Nachmittagsmoderator Jonas Menke ein:
