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720 Nachrückplätze für Kitas
© Stadt Münster / Amt für Kommunikation
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720 Nachrückplätze für Kitas

Nachdem im März noch über 1.700 Familien ohne Platz blieben, konnte die Stadt in einem Nachrückverfahren die Not zumindest ein wenig lindern.

Veröffentlicht: Montag, 07.08.2023 13:04

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Das Ergebnis im März war ernüchternd: Die Stadt konnte für das kommende Kita-Jahr rund 2.300 Plätze anbieten - bei etwa 4.000 Anfragen. Fast die Hälfte bekam also keinen Platz. In einem Nachrückverfahren konnte die Stadt aber noch fast 720 Plätze freischaufeln. Laut Stadtdirektor Thomas Paal gelang dies über Plätze in der Kindertagespflege und Nachbesetzungen in Kitas.

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Hier zu wenige Räume, da zu wenige Fachkräfte

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Das Platzproblem besteht gleich in doppeltem Sinne. Es mangelt sowohl an Räumlichkeiten als auch an Betreuungspersonal. Die Stadt verweist auf die Öffnung drei neuer Kitas im Frühjahr - bei insgesamt circa 200 Kitas im Stadtgebiet wirkt dies eher wie ein Tropfen auf dem heißen Stein. Den Fachkräftemangel will man durch eine zweite Klasse in der Ausbildung zur Kindestagespflegerin bzw. zum Kindestagespfleger am Anne-Frank-Berufskolleg lindern. Ebenso sollen Ende des Jahres zehn Fachkräfte aus Spanien ihre Arbeit an Münsters Kitas aufnehmen.

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Im Zweifel: Selbstorganisation

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Obwohl die Stadt in den letzten 15 Jahren über 4.000 Betreuungsplätze geschaffen hat, zeigt das Nachrückverfahren, dass es immer noch große Probleme gibt. So wird abschließend darauf verwiesen, dass "die Stadt die Selbstorganisation der Eltern beim Aufbau von Spielgruppen [fördert]." Dass jedes Kind einen Betreuungsplatz erhält, bleibt also auch wohl in absehbarer Zeit eine Utopie.

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