4.000 Matjes zum Dank für Versorgung niederländischer Corona-Kranker

Mit 4.000 Matjes-Heringen hat sich die niederländische Regierung bei der Uniklinik Münster für die Behandlung von Covid-19-Patienten bedankt.

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Am Montag (15.06.) übergab eine niederländische Delegation die Fischspezialität für das Personal. Das Universitätsklinikum hatte seit Anfang April die Übernahme schwer erkrankter Corona-Patienten aus den Niederlanden koordiniert.

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58 Infizierte wurden auf deutschen Intensivstationen versorgt, davon 49 in Nordrhein-Westfalen. Neun von ihnen überlebten die Krankheit nicht, den übrigen gehe es aber besser. Sie seien alle wieder in ihrer Heimat, berichteten die niederländischen Mediziner am Montag.

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Es sei für NRW keine Frage gewesen, die Patienten aufzunehmen: "Wir sind nicht 'nur' Nachbarn, sondern Freunde. Und unter Freunden hilft man sich in der Not", sagte Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU), der die Gäste am Montag in Empfang nahm.

Matjes satt: NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (2.v.r.) und sein niederländischer Amtskollege Martin van Rijn (r.) essen den Matjes auf traditionelle Art.© UKM/Wibberg
Matjes satt: NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (2.v.r.) und sein niederländischer Amtskollege Martin van Rijn (r.) essen den Matjes auf traditionelle Art.
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Traditionell werden die Fische der neuen Fangsaison am Vlaggetjes-Tag in Scheveningen als Ufer gebracht. Das für diesen Anlass geplante Volksfest wurde allerdings wegen der Pandemie abgesagt. Nun profitierte Münster: Als Dankesgeste wurden mehr als 4.000 einzeln verpackte Matjes verschenkt - unter Einhaltung der gebotenen Abstands- und Hygieneregeln, wie das Universitätsklinikum betonte.

Minister Martin van Rijn bei seiner Danksagung© UKM/Wibberg
Minister Martin van Rijn bei seiner Danksagung
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