
37 neue Hinweise auf Missbrauch
Knapp acht Wochen nach Veröffentlichung der Missbrauchsstudie haben sich beim Bistum Münster zahlreiche Betroffene gemeldet.
Veröffentlicht: Montag, 08.08.2022 14:00
37 Menschen haben sich seit Mitte Juni mit Hinweisen über die eigens eingerichtete Telefonhotline gemeldet. 13 davon waren anonym. Es waren aber auch 24 namentliche Meldungen dabei, die Hinweise auf Fälle von sexuellem Missbrauch durch Geistliche gegeben haben. Sie wurden an die zuständige Interventionsstelle des Bistums weitergeleitet. Die wiederum hat in einem Fall die Staatsanwaltschaft eingeschaltet.
Genn hat sich mit Betroffenen ausgetauscht
Außerdem hat Bischof Felix Genn sich mit etwa 50 Betroffenen sexuellen Missbrauchs zu einem persönlichen und vertraulichen Gespräch getroffen. Noch keine endgültige Entscheidung gibt es über den Umgang mit den Gräbern von verstorbenen Amtsträgern, die nachweislich für Vertuschung von Missbrauchsfällen verantwortlich waren. Dazu bittet Bischof Genn ausdrücklich um weitere Ideen von Betroffenen.