Anzeige
10 Jahre Stromspar-Check: Erfolgreiches Projekt wird weiter gefördert
© Caritas Münster
Zehn Jahre Stromspar-Check
Teilen: mail

10 Jahre Stromspar-Check: Erfolgreiches Projekt wird weiter gefördert

"Das Projekt hat nur Gewinner". Diese Zwischenbilanz zog Bundesumweltministerin Svenja Schulze nach zehn Jahren "Stromspar Check" gemeinsam mit der Caritas. Dabei übergab Schulze auch einen Förderbescheid über rund 29 Millionen Euro, der diese Energieberatung für einkommensschwache Haushalte drei weitere Jahre in ganz Deutschland sichert.

Veröffentlicht: Montag, 25.03.2019 14:17

Anzeige

Die Caritas hat zusammen mit Bundesumweltministerin Svenja Schulze und Kooperationspartnern eine erfolgreiche Zwischenbilanz nach zehn Jahren Stromspar-Check in Münster gezogen. „Qualifizierung für sozial Benachteiligte als Stromsparhelfer. Energieeinsparung für einkommensschwache Haushalte und Klimaschutz: Das Projekt hat nur Gewinner“, betonte die Umweltministerin, die in Münster auch den bundesweiten Förderbescheid für weitere drei Jahre an Heinz-Josef Kessmann, Vizepräsident Deutscher Caritasverband, und Michael Geißler, Vorstandsvorsitzender der Energie- und Klimaschutzagenturen übergab.

Anzeige

Langfristig können 2,95 Millionen Euro eingespart werden

Anzeige

In dem Projekt sind in Münster bislang 3047 einkommensschwache Haushalte beraten worden. Durch den Einbau von 36.035 energiesparenden Lampen, Kühlgeräten oder Duschköpfen sparen diese Haushalte langfristig 2,95 Millionen Euro ein, wie Projektleiter Peter Lammerding erläuterte. Neben den sozialen Aspekten wird auch die Umwelt entlastet: Der Kohlendioxidausstoß in Münster sinkt um 5552 Tonnen über alle Haushalte und Lebensdauer der Energiesparartikel.

Wesentlich auch für das bundesweite Projekt: Die Haushalte werden durch Stromsparhelfer beraten, die zuvor längere Zeit arbeitslos waren und so neue Perspektiven für die Vermittlung in den Arbeitsmarkt bekommen. Caritas Vorstand Thomas Schlickum lobte die nachhaltige Zusammenarbeit vor Ort, insbesondere mit dem Jobcenter und den Stadtwerken: „Ohne die enge Kooperation mit unseren Partnern hätten wir diesen Erfolg nicht erreichen können.“

Anzeige

Langfristige Entlastungen für die Kommune

Anzeige

Auch die Kommune profitiert vom Stromspar-Check, wird sie langfristig doch um 386.000 Euro bei den Heizkosten entlastet: „Klimaschutz und Soziales gehören für eine nachhaltige Stadt Münster zusammen“, betonte deren Sozialdezernentin Cornelia Wilkens.

Bereits von Anfang an haben sich die Stadtwerke Münster für das Projekt engagiert und es gefördert. „Der Stromsparcheck ist uns wichtig, weil er dazu beiträgt, Stromschulden zu verhindern. Außerdem beweist die Maßnahme eindrucksvoll, wie stark auch kleinere Energiesparmaßnahmen in Summe das Klima entlasten“, betonte Stefan Grützmacher, Geschäftsführer der Stadtwerke Münster.

Anzeige

Auch Langzeitarbeitslose profitieren durch Schulungen

Anzeige

Über 100 langzeitarbeitslose Menschen sind in den zehn Jahren zu Stromsparhelfern geschult worden und haben durch die Tätigkeit neue Chancen auf dem Arbeitsmarkt bekommen. Jobcenter-Leiter Ralf Bierstedt: „Ich begrüße diese Maßnahme sehr. Menschen mit längerem SGB II-Bezug können in der Maßnahme ihre eigenen Kompetenzen stärken und gleichzeitig Menschen, die in ähnlichen Situationen sind wie sie selber, Unterstützung anbieten. Das stärkt das Selbstwertgefühl und wirkt sich auch positiv bei der Arbeitssuche aus. Daneben ist die Maßnahme auch noch ökonomisch und ökologisch absolut sinnvoll."

Caritas-Vorstand Thomas Schlickum betonte abschließend: „Wir freuen uns, dass der Stromspar-Check für die nächsten Jahre durch das Bundesumweltministerium gefördert wird.“ Als Caritas schätzen wir besonders, dass Haushalte auf Augenhöhe durch Menschen beraten werden, die um die Sorgen und Nöte wissen, weil sie diese selber kennen und sich so in den jeweils anderen in besonderer Weise hineinversetzen können.“

Anzeige
Anzeige
Anzeige