Anja Brukner & Christoph Hausdorf
Am Morgen
 

Rat macht Weg für neue Wohnquartiere frei



Schon im Jahr 2022 könnten die ersten Münsteraner auf den alten Kasernengeländen wohnen. Der Rat der Stadt hat am Mittwoch (16.05.) einen wichtigen Schritt für die Entwicklung der neuen Stadtquartiere in Gremmendorf und Gievenbeck gemacht. Einstimmig haben die Ratspolitiker dem Kauf der Grundstücke zugestimmt. Dort ist Platz für 3.000 neue Wohnungen. 10.000 Menschen könnten dort leben. Die städtische Wohnungsbau-Tochter "Wohn- und Stadtbau" soll auf den Kasernengeländen insbesondere Sozialwohnungen bauen. 

 

Als nächstes müssen nun noch Bundestag und Bundesrat den Kaufvertrag zwischen der Stadt und der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben genehmigen. Im Herbst soll dann die Erschließung der Kasernenflächen beginnen.

 

Damit das Grundstück der York-Kaserne in Gremmendorf (Bild) komplett neu bebaut werden kann, hat der Rat auch die Verlagerung der Flüchtlingseinrichtung des Landes von dort auf ein Grundstück am Pulverschuppen beschlossen. Bau und Ausstattung der so genannten "Zentralen Unterbringungseinrichtung für Flüchtlinge" (ZUE) kosten mehr als 25 Millionen Euro. Das Land beteiligt sich mit etwa 10 Millionen. Anwohner am Pulverschuppen kritisieren die Standortentscheidung. Sie wollen die ZUE-Pläne von Juristen überprüfen lassen.

 

Die Sorge, dass am Pulverschuppen demnächst ein großes "Anker"-Zentrum für Flüchtlinge eingerichtet werden soll, konnte Oberbürgermeister Markus Lewe in der Ratssitzung nehmen. Das zuständige Bundesamt für Migration und Flüchtlinge BAMF hat Lewe versichert, dass es solche Pläne zur Zeit nicht gibt. Vor einigen Tagen hatten Meldungen aus Berlin über ein mögliches "Anker"-Zentrum in Münster für Aufregung gesorgt. In "Anker"-Zentren sollen künftig Asylbewerber untergebracht werden, und zwar so lange, bis über ihren Status entschieden wurde. Die Idee kommt von Bundesinnenminister Horst Seehofer. Er will damit Flüchtlinge ohne Bleibe-Perspektive möglichst schnell wieder abschieben.








Webchannels
Buchstabensalat
WELTWEIT
Bürgerfunk
LICHTBLICKE, WEIL MENSCHEN HOFFNUNG BRAUCHEN
facebook Instagram WhatsApp Twitter

Rat macht Weg für neue Wohnquartiere frei



Schon im Jahr 2022 könnten die ersten Münsteraner auf den alten Kasernengeländen wohnen. Der Rat der Stadt hat am Mittwoch (16.05.) einen wichtigen Schritt für die Entwicklung der neuen Stadtquartiere in Gremmendorf und Gievenbeck gemacht. Einstimmig haben die Ratspolitiker dem Kauf der Grundstücke zugestimmt. Dort ist Platz für 3.000 neue Wohnungen. 10.000 Menschen könnten dort leben. Die städtische Wohnungsbau-Tochter "Wohn- und Stadtbau" soll auf den Kasernengeländen insbesondere Sozialwohnungen bauen. 

 

Als nächstes müssen nun noch Bundestag und Bundesrat den Kaufvertrag zwischen der Stadt und der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben genehmigen. Im Herbst soll dann die Erschließung der Kasernenflächen beginnen.

 

Damit das Grundstück der York-Kaserne in Gremmendorf (Bild) komplett neu bebaut werden kann, hat der Rat auch die Verlagerung der Flüchtlingseinrichtung des Landes von dort auf ein Grundstück am Pulverschuppen beschlossen. Bau und Ausstattung der so genannten "Zentralen Unterbringungseinrichtung für Flüchtlinge" (ZUE) kosten mehr als 25 Millionen Euro. Das Land beteiligt sich mit etwa 10 Millionen. Anwohner am Pulverschuppen kritisieren die Standortentscheidung. Sie wollen die ZUE-Pläne von Juristen überprüfen lassen.

 

Die Sorge, dass am Pulverschuppen demnächst ein großes "Anker"-Zentrum für Flüchtlinge eingerichtet werden soll, konnte Oberbürgermeister Markus Lewe in der Ratssitzung nehmen. Das zuständige Bundesamt für Migration und Flüchtlinge BAMF hat Lewe versichert, dass es solche Pläne zur Zeit nicht gibt. Vor einigen Tagen hatten Meldungen aus Berlin über ein mögliches "Anker"-Zentrum in Münster für Aufregung gesorgt. In "Anker"-Zentren sollen künftig Asylbewerber untergebracht werden, und zwar so lange, bis über ihren Status entschieden wurde. Die Idee kommt von Bundesinnenminister Horst Seehofer. Er will damit Flüchtlinge ohne Bleibe-Perspektive möglichst schnell wieder abschieben.