Anja Brukner & Christoph Hausdorf
Am Morgen
 

Neue Verkehrs-Ideen für Wolbeck und Gremmendorf



Die Stadt plant fest mit einer Reaktivierung der Zugstrecke von Münster nach Sendenhorst, der so genannten "Westfälischen Landes-Eisenbahn" (WLE). Das ist am Dienstag (15.05.) im Rahmen einer Infoveranstaltung deutlich geworden. Die WLE soll über Gremmendorf und Wolbeck fahren. Allerdings wird dann die jetzige Buslinie 8 nicht mehr so oft nach Wolbeck fahren.

 

Die Stadt hat zwei Möglichkeiten vorgestellt, wie das Zusammenspiel von Bus und Bahn aussehen könnte. Variante 1: Die Buslinie 8 wird durch das Gewerbegebiet Loddenheide umgeleitet und fährt weiterhin im 20-Minutentakt bis nach Gremmendorf. Von hier aber nur noch stündlich weiter bis nach Wolbeck. Die andere Variante sieht vor, dass man mit der Linie 8 weiterhin durchgehend im 20-Minutentakt bis nach Wolbeck kommt. Ob sich die zweite Variante allerdings auch wirtschaftlich lohnt, muss erst noch geprüft werden. Diese Prüfung wird wahrscheinlich nächstes Jahr im Frühling abgeschlossen sein.

 

In den 1970er-Jahren war der Personenverkehr auf der WLE-Strecke eingestellt worden, weil er sich nicht mehr rentiert hat. Seitdem wird die Trasse nur noch für den Güterverkehr genutzt und dafür notdürftig instand gehalten, längst hat sich eine Bürgerinitiative gegründet, die sich dagegen wendet, Millionen für eine Reaktivierung auszugeben und den jetzigen Busverkehr abzulösen. Ihre Hauptargumente: Wenn die Busse durch Züge ersetzt würden, dann würde das für die Siedlungen eine erheblich verschlechterte Anbindung bedeuten. Stichwort: Keine Haltestellen mehr vor Ort, statt dessen weite Wege bis zum neu zu errichtenden Bahnhof. Außerdem befürchten die Anwohner Lärmbelästigung durch die Züge. Und nicht zuletzt meinen sie: Die Kosten stehen in keinem vernünftigen Verhältnis zum Nutzen.








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Neue Verkehrs-Ideen für Wolbeck und Gremmendorf



Die Stadt plant fest mit einer Reaktivierung der Zugstrecke von Münster nach Sendenhorst, der so genannten "Westfälischen Landes-Eisenbahn" (WLE). Das ist am Dienstag (15.05.) im Rahmen einer Infoveranstaltung deutlich geworden. Die WLE soll über Gremmendorf und Wolbeck fahren. Allerdings wird dann die jetzige Buslinie 8 nicht mehr so oft nach Wolbeck fahren.

 

Die Stadt hat zwei Möglichkeiten vorgestellt, wie das Zusammenspiel von Bus und Bahn aussehen könnte. Variante 1: Die Buslinie 8 wird durch das Gewerbegebiet Loddenheide umgeleitet und fährt weiterhin im 20-Minutentakt bis nach Gremmendorf. Von hier aber nur noch stündlich weiter bis nach Wolbeck. Die andere Variante sieht vor, dass man mit der Linie 8 weiterhin durchgehend im 20-Minutentakt bis nach Wolbeck kommt. Ob sich die zweite Variante allerdings auch wirtschaftlich lohnt, muss erst noch geprüft werden. Diese Prüfung wird wahrscheinlich nächstes Jahr im Frühling abgeschlossen sein.

 

In den 1970er-Jahren war der Personenverkehr auf der WLE-Strecke eingestellt worden, weil er sich nicht mehr rentiert hat. Seitdem wird die Trasse nur noch für den Güterverkehr genutzt und dafür notdürftig instand gehalten, längst hat sich eine Bürgerinitiative gegründet, die sich dagegen wendet, Millionen für eine Reaktivierung auszugeben und den jetzigen Busverkehr abzulösen. Ihre Hauptargumente: Wenn die Busse durch Züge ersetzt würden, dann würde das für die Siedlungen eine erheblich verschlechterte Anbindung bedeuten. Stichwort: Keine Haltestellen mehr vor Ort, statt dessen weite Wege bis zum neu zu errichtenden Bahnhof. Außerdem befürchten die Anwohner Lärmbelästigung durch die Züge. Und nicht zuletzt meinen sie: Die Kosten stehen in keinem vernünftigen Verhältnis zum Nutzen.